Liveticker

Corona-Ticker (2. April): Zahl der Fälle steigt im Land Bremen auf 341

In der Stadt Bremen gibt es aktuell 319 registrierte Corona-Fälle, in Bremerhaven bleibt es bei 22 Fällen. Die Entwicklung im Liveticker.

Eine Frau hält ein Plastikröhrchen mit der Aufschrift "SARS-CoV-2019" in der Hand.
Die Zahl der Corona-Infizierten im Land Bremen ist auf 341 angestiegen. Bild: DPA | Lukas Kabon

+++ Update aus Bremerhaven: Erste Kreuzfahrt-Passagiere sind zurück +++

500 Kreuzfahrt-Passagiere sind bereits zurück. Das war erst der Anfang: Am Kreuzfahrtterminal in Bremerhaven werden noch viele Rückkehrer erwartet. Und wie ist die aktuelle Situation in Pflegeheimen? Alle Neuigkeiten aus Bremerhaven im Video-Update...

Corona-Update aus Bremerhaven: Kreuzfahrtrückkehrer sind angekommen

Video vom 2. April 2020
Moderator Janos Kereszti im buten un binnen Studio, im Hintergrund Reporter Dirk Bliedtner.

+++ Bremer Forscher suchen Medikament gegen Covid-19 +++

Wissenschaftler des Pharmakologischen Instituts der Gesundheit Nord sind federführend für den deutschen Teil einer weltweiten Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verantwortlich. Im Zuge der Studie sollen vier Medikamente an Patienten getestet werden, die an der Lungenerkrankung Covid-19 in Folge einer Corona-Infizierung leiden. Das hat der Leiter des Instituts buten un binnen bestätigt.

+++ Anstieg der Corona-Infizierten im Land Bremen +++

Nach Angaben der Bremer Gesundheitsbehörde ist die Zahl der bestätigten Corona-Infizierten landesweit auf 341 angestiegen, ein Plus von 11 infizierten Personen. In der Stadt Bremen gibt es aktuell 319 registrierte Fälle, in Bremerhaven bleibt es bei 22 Corona-Fällen. Es ist kein weiterer Mensch verstorben, damit bleibt es bei insgesamt sechs Todesfällen. 106 Menschen sind im Land Bremen inzwischen wieder genesen.

+++ Bremerhaven testet vermehrt Pflegeheimbewohner +++

In Bremerhaven werden vermehrt Pflegeheimbewohner auf Corona untersucht. Schon bei leichten Krankheitssymptomen wird aktuell ein Abstrich gemacht. Das gilt auch für das Pflegepersonal. Der Bremerhavener Krisenstab will so verhindern, dass es zu ähnlichen Fällen wie etwa in Wolfsburg kommt. Dort sind 22 Bewohner eines Pflegeheims an dem Virus verstorben.

Bislang gibt es noch keinen bestätigten Fall in einem Bremerhavener Pflegeheim. Es sei aber keine Frage des Ob, sondern des Wann, sagte der Leiter des Bremerhavener Krisenstabs Ronny Möckel zu buten un binnen. Man versuche, den ersten Fall so lange wie möglich hinauszuschieben.

Dass es in ganz Bremerhaven aktuell nur 22 bestätige Corona-Fälle gibt, läge auch an den Kontaktbeschränkungen und der Bereitschaft der Bremerhavener, sich daran zu halten. Den Weserdeich will Oberbürgermeister Melf Grantz derweil nicht schließen. Er kritisiert das Vorgehen des Landkreises Cuxhaven, die Strände für Besucher zu sperren. Die Regeln erlaubten ja ausdrücklich, draußen spazieren zu gehen.

+++ Bremer Studenten sollen finanziell unterstützt werden +++

Der Darlehenfonds des Studierendenwerks Bremen soll aufgestockt werden, um Studenten zu unterstützen, die durch die Corona-Pandemie in finanzielle Probleme gekommen sind. "Eine Vielzahl von jungen Menschen haben in diesen Wochen ihre Nebenjobs, beispielsweise in der Gastronomie, verloren", sagte Wissenschaftssenatorin Claudia Schilling am Donnerstag.

Sie sollen rückwirkend zum 1. April für bis zu drei Monate ein zinsloses Darlehen beantragen können. Dafür sollen laut Schilling die Zugangshürden gesenkt werden, um möglichst schnell und unbürokratisch zu helfen. Bisher müssen Studenten, die durch den Fonds unterstützt werden möchten beispielsweise eine Bürgschaft vorlegen. Diese soll künftig nicht mehr nötig sein, ein vereinfachter Nachweis der finanziellen Notlage soll ausreichen.

Am kommenden Dienstag soll die Aufstockung des Fonds beschlossen werden. Direkt in der selben Woche soll dann auch schon die Antragsstellung möglich sein.

+++ Wieder mehr Busse in Bremerhaven +++

Bremerhaven-Bus setzt ab kommenden Montag auf der Linie 502 zwischen Hauptbahnhof und Flötenkiel wieder mehr Busse ein. Wegen der Coronakrise war das Angebot reduziert worden. Nun sollen wieder mehr Busse fahren, damit der Mindestabstand zwischen den Fahrgästen eingehalten werden kann.

+++ Daimler beantragt für Bremer Werk Kurzarbeit +++

Im Mercedes-Werk in Bremen wird auch in den kommenden zweieinhalb Wochen nicht gearbeitet. Das teilte die Daimler-Zentrale in Stuttgart auf Anfrage von buten un binnen mit. Für das Bremer Werk werde bis zum Samstag nach Ostern Kurzarbeit beantragt, hieß es jetzt.

Die Autoproduktion in Bremen wurde schon am 22. März gestoppt. Seitdem mussten die meisten Beschäftigten Urlaub nehmen oder Überstunden abbummeln. Ab Sonntag ist nun Kurzarbeit für einen Großteil der Produktion und ausgewählte Verwaltungsbereiche beantragt. Im Bremer Mercedes-Werk arbeiten 12.500 Menschen.

+++ Bremen kümmert sich selbst um Masken und Schutzkleidung +++

In der Corona-Krise bemühen sich die Bundesländer neben den Lieferungen von Schutzmaterialien, die sie vom Bund erhalten, selbst um die Beschaffung von Masken und Schutzkleidung. Was bisher vom Bund gekommen sei, reicht hinten und vorne nicht, sagte Lukas Fuhrmann, Sprecher des Gesundheitsressorts, zu buten un binnen. Deshalb sei jetzt selbst organisiertes und dringend benötigtes Material auf dem Weg zu den Krankenhäusern, Ärzten, Polizisten und Feuerwehrleuten, bestätigte Fuhrmann. "Wir erwarten das Material zeitnah."

+++ Bericht: Polizei soll Daten von Infizierten gesammelt haben +++

Die Polizei hat einem Bericht der Nachrichtenseite Netzpolitik.org zufolge in mehreren Bundesländern Daten von Menschen gesammelt, die mit dem Coronavirus infiziert wurden – darunter auch Bremen. Demnach seien in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern Gesundheitsämter aufgefordert worden, die Daten zur Verfügung zu stellen. In Bremen und Baden-Württemberg sei eine Übermittlung vorerst wieder gestoppt worden, nachdem Datenschützer interveniert hätten. Auf den Listen würden mindestens zum Teil auch Kontaktpersonen der Betroffenen stehen. Netzpolitik.org zufolge halten Datenschützer die Vorgänge zum Teil für illegal.

+++ Kreuzfahrtschiff macht in Bremerhaven fest +++

Das Kreuzfahrtschiff Amadea, auch bekannt als das ZDF-Traumschiff, hat am Morgen nach abgebrochener Reise in Bremerhaven festgemacht. Die rund 470 Passagiere müssen jetzt wegen der Corona-Krise den direkten Weg nach Hause antreten. In den kommenden Tagen werden mindestens noch weitere vier Schiffe in Bremerhaven zurückerwartet. Besondere Sicherheitsvorkehrungen wegen Corona gab es am Terminal laut Gesundheitsressort nicht. Laut Geschäftsführung sind die Abstandsregeln einzuhalten. Die Gesundheitsbehörden überwachen aber die Abläufe, sagte ein Sprecher des Bremer Gesundheitsressorts.

Verschärfte Sicherheitsvorkehrungen dürften wohl zu erwarten sein, wenn die Artania zurück nach Bremerhaven kommt. Sie liegt noch vor der australischen Küste und hat 36 bestätigte Coronafälle. Die Passagiere werden momentan in australischen Krankenhäusern behandelt. Die meisten Passagiere waren schon nach Deutschland zurückgeflogen worden.

+++ Bovenschulte: Diskussion über Ausstiegsszenario erst nach Ostern +++

Über Szenarien, wie ein Ende der aktuellen Kontaksperre aussehen kann werde frühestens nach Ostern beraten. Das sagte Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) bei Bremen Vier. "Wir sind derzeit auf einem guten Weg, was die Reduktion des Infektionstempos angeht", sagte Bovenschulte. "Es reicht aber noch nicht aus." Wenn sich nach Ostern die Daten verbessert hätten, könne über ein "konkretes Ausstiegsszenario" beraten werden.

Der Bürgermeister äußert sich heute bei den Hörfunkwellen von Radio Bremen zur aktuellen Lage. Dabei beantwortet er Fragen von Hörerinnen und Hörern. Von 11 bis 12 Uhr ist er zu Gast bei Bremen Vier, von 12 bis 13 Uhr bei Bremen Zwei, von 13 bis 14 Uhr bei Bremen Eins und von 14 bis 14:30 Uhr bei NEXT.

+++ Weil will Grenze zu Bremen offen halten +++

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hält im Kampf gegen die Corona-Pandemie wenig von Kontrollen an den Grenzen zwischen Bundesländern. "Wir wären sehr dankbar, wenn der Bremer in Bremen bliebe, aber wir machen in Niedersachsen keine Grenzkontrollen", sagte er am Mittwochabend in der ARD-Sendung "Maischberger. Die Woche". Es werde über Ostern "unter Umständen Sperren von Stränden oder Deichen geben", aber der Mensch "brauche auch ein Ventil", deshalb sei er gegen eine generelle Ausgangssperre.

+++ Demo vor Aufnahmestelle in Vegesack +++

Erneut haben Aktivisten zu einer Demonstration vor der zentralen Aufnahmestelle an der Lindenstraße in Vegesack aufgerufen. Sie wollen, dass die Einrichtung schließt – vor allem auch wegen der beengten Räumlichen Verhältnisse, die nicht vereinbar mit den Schutzmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie seien. Bei bis zu 700 Menschen sei "Abstand halten" kaum möglich.

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Bereits vergangene Woche hatte die Polizei eine Kundgebung vor der Aufnahmestelle beendet. Der Behörde zufolge demonstrierten damals etwa 50 Personen.

+++ Bovenschulte antwortet Radio-Bremen-Hörern +++

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) hält die Verlängerung der Kontaktbeschränkung bis zum 19. April für einen absolut notwendigen Schritt. Sonst laufe man Gefahr, die erzielten Erfolge wieder zunichte zu machen, sagte er buten un binnen. Er rechne damit, dass auch in Bremen die Corona-Fallzahlen noch deutlich ansteigen werden. "Man darf sich durch die aktuellen Zahlen nicht täuschen lassen", sagte Bovenschulte.

+++ Bundesweit 83 neue Todesfälle seit gestern Abend +++

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in ganz Deutschland ist seit gestern Abend um mehr als 3.000 gestiegen. Den Gesundheitsbehörden der Länder zufolge liegt sie aktuell bei 74.337. Die Zahl der Todesfälle infolge einer Corona-Infektion ist von 803 auf jetzt 886 gestiegen.

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+++ Kulturschaffende können Zuschuss beantragen +++

Der Bremer Senat hat ein Soforthilfeprogramm für Künstler und Kulturschaffende beschlossen. Insgesamt stehen dafür 500.000 Euro zur Verfügung. Betroffene im Land Bremen, die sich in ihrer Existenz bedroht sehen, können laut Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz ab heute einen Antrag stellen und ab kommender Woche maximal 2.000 Euro Zuschuss bekommen.

+++ Update aus Bremerhaven: 2.000 Kreuzfahrtrückkehrer erwartet +++

In den kommenden Tagen werden in Bremerhaven etwa 2.000 Rückkehrer auf Kreuzfahrtschiffen erwartet. Den Anfang macht die "Amadea" mit circa 600 Passagieren – sie wird am Donnerstagvormittag erwartet. Alle Neuigkeiten aus Bremerhaven im Video-Update...

Das Corona-Update aus Bremerhaven: 2.000 Kreuzfahrtrückkehrer erwartet

Video vom 1. April 2020
Moderator János Kereszti im Studio von buten un binnen. Im Hintergund Reporter Patrick Florenkowsky.

+++ Schüler müssen entscheiden, wann sie Abi machen wollen +++

Bis zum 15. April müssen sich Abiturienten entscheiden, wann sie ihre Abiturprüfungen schreiben wollen. Das hat das Bildungsressort heute bekannt gegeben. Zur Auswahl stehen die erste Prüfungsphase vom 22. April bis zum 7. Mai oder die zweite Prüfungsphase vom 12. Mai bis zum 29. Mai. Schüler, die an der ersten Prüfungsphase wegen Krankheit nicht teilnehmen können, müssen dies mit Attest belegen und können im Mai nachschreiben. Schüler, die an der zweiten Prüfungsphase wegen Krankheit nicht teilnehmen können, müssen dies mit Attest belegen und können vom 15. bis 20. Juni nachschreiben.

+++ Sechster Corona-Toter in Bremen +++

Nach Angaben der Bremer Gesundheitsbehörde gibt es einen sechsten Corona-Todesfall im Land Bremen. Ein 92-Jähriger starb an den Folgen der Virus-Erkrankung. Die Zahl der bestätigten Corona-Infizierten steigt landesweit auf 330, ein Anstieg von 15 infizierten Personen. In der Stadt Bremen sind es aktuell 308 Fälle, in Bremerhaven 22. Dort wurde eine Person aus der letzten Erhebung herausgerechnet, weil sie ihren Hauptwohnsitz in den Niederlanden hat. 93 Menschen sind im Land Bremen inzwischen wieder genesen.

Corona-Update: Werden die Kontaktbeschränkungen verlängert?

Video vom 29. März 2020
Ein Skateground wurde mit Absperrband der Polizei weiträumig abgesperrt.

Mehr zum Thema:

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 2. April 2020, 19:30 Uhr