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Corona-Ticker (1. April): Weiterer Corona-Toter im Land Bremen

Ein 92-Jähriger starb an den Folgen der Virus-Erkrankung. Damit gibt es nun sechs Todesfälle. Die Zahl der Infizierten steigt auf 330. Die Entwicklung im Liveticker.

In einem Labor wird ein Corona-Test ausgewertet.
Insgesamt sind im Land Bremen nun 330 Corona-Infizierte registriert. Bild: DPA | Robert Michael

+++ Update aus Bremerhaven: 2.000 Kreuzfahrtrückkehrer erwartet +++

In den kommenden Tagen werden in Bremerhaven etwa 2.000 Rückkehrer auf Kreuzfahrtschiffen erwartet. Den Anfang macht die "Amadea" mit circa 600 Passagieren – sie wird am Donnerstagvormittag erwartet. Alle Neuigkeiten aus Bremerhaven im Video-Update...

Video vom 1. April 2020
Moderator János Kereszti im Studio von buten un binnen. Im Hintergund Reporter Patrick Florenkowsky.

+++ Schüler müssen entscheiden, wann sie Abi machen wollen +++

Bis zum 15. April müssen sich Abiturienten entscheiden, wann sie ihre Abiturprüfungen schreiben wollen. Das hat das Bildungsressort heute bekannt gegeben. Zur Auswahl stehen die erste Prüfungsphase vom 22. April bis zum 7. Mai oder die zweite Prüfungsphase vom 12. Mai bis zum 29. Mai. Schüler, die an der ersten Prüfungsphase wegen Krankheit nicht teilnehmen können, müssen dies mit Attest belegen und können im Mai nachschreiben. Schüler, die an der zweiten Prüfungsphase wegen Krankheit nicht teilnehmen können, müssen dies mit Attest belegen und können vom 15. bis 20. Juni nachschreiben.

+++ Sechster Corona-Toter in Bremen +++

Nach Angaben der Bremer Gesundheitsbehörde gibt es einen sechsten Corona-Todesfall im Land Bremen. Ein 92-Jähriger starb an den Folgen der Virus-Erkrankung. Die Zahl der bestätigten Corona-Infizierten steigt landesweit auf 330, ein Anstieg von 15 infizierten Personen. In der Stadt Bremen sind es aktuell 308 Fälle, in Bremerhaven 22. Dort wurde eine Person aus der letzten Erhebung herausgerechnet, weil sie ihren Hauptwohnsitz in den Niederlanden hat. 93 Menschen sind im Land Bremen inzwischen wieder genesen.

+++ Kontaktbeschränkungen bis nach Ostern verlängert +++

Bund und Länder wollen die bestehenden scharfen Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Krise mindestens bis nach Ostern verlängern. Darauf haben sich Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Bundesländer am Mittwoch in einer Telefonkonferenz verständigt. Die Regelungen gelten nun bis zum 19. April. Am 14. April wolle man laut "Süddeutsche Zeitung" erneut über die Lage beraten.

+++ Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide sucht Freiwillige +++

Das Bremerhavener Klinikum Reinkenheide sucht Freiwillige, die das Krankenhaus in der Coronakrise unterstützen wollen. Interessierte, egal ob mit oder ohne medizinische Ausbildung, können sich ab sofort melden. Ob und wie sie eingesetzt werden, steht aber noch nicht fest.

+++ Mäurer kritisiert taz Bremen wegen Aprilscherz +++

Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) hat die taz Bremen für eine Meldung zum 1. April kritisiert. Der Beitrag, in dem behauptet werde, dass die Bremer Innenbehörde Buchhändlern und Coiffeuren erlaube, ihre Geschäfte für wenige Stunden des besseren Zusammenhaltes wegen zu öffnen, führe zu unnötiger Verunsicherung, teilte Mäurer mit. Dieser Scherz sei "völlig daneben".

+++ Basketballer bieten Trainingseinheiten für zuhause +++

Auch bei den Basketballern der Eisbären Bremerhaven ruht der Trainingsbetrieb für alle Mannschaften. Deshalb versorgen die Eisbären-Nachwuchstrainer ihre Teams mit Videos und Trainingsplänen. Die Trainingseinheiten sind inzwischen für jedermann auf allen Kanälen der Eisbären zugänglich, teilte der Klub mit - auf der Website, bei Facebook, Instagram und Youtube. Auch erste Bremerhavener Schulen haben dem Klub zufolge die Videos in ihr Programm für die unterrichtsfreie Zeit aufgenommen.

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+++ Bremen will Vereine vor Existenznot schützen +++

Bremens Sportsenatorin Anja Stahmann (Grüne) hat den Vereinen finanzielle Hilfen in der Corona-Krise zugesichert. Demnach arbeitet ihre Behörde an einem sogenannten "Sofortprogramm Sport". Stahmann sagte, sie wolle dem organisierten Sport im Land Bremen ein Signal geben: Kein Verein solle durch die Corona-Krise in Existenznot kommen. Deshalb erlässt Bremen den Sportvereinen Gebühren und Mietkosten für Plätze und Hallen - rückwirkend zum 1. März. Mieten für Vereinshallen von Schulen und Kitas sollen dagegen weiter fließen. Außerdem wird Bremen die staatlichen Zuschüsse für Übungsleiter in jedem Fall auch für dieses Jahr auszahlen, auch freiberufliche Trainer sollen finanzielle Hilfen bekommen.

+++ Werder steigt wieder ins Training ein +++

Die Bundesliga pausiert zwar noch mindestens bis Mai, für die Profis von Werder Bremen endet aber zumindest schon einmal die Zeit im Homeoffice. Ab Montag steigen sie wieder ins Training ein. Laut Werder-Geschäftsführer Klaus Filbry wolle man "vernünftige Rahmenbedingen" entwickeln, um das Training so zu gestalten, dass die Gesundheit der Spieler nicht gefährdet wird.

+++ Junger Mann attackiert hustende Frau in Delmenhorst +++

Offenbar weil sie gehustet hat, hat ein junger Mann in Delmenhorst eine Frau an einer Bushaltestelle attackiert. Er trat der 25-Jährigen nach einem Streit ins Gesicht, der laut Polizei durch ein einmaliges Husten der Frau ausgelöst worden war. Sie wurde leicht verletzt; der Täter floh.

+++ Galeria Kaufhof stoppt offenbar Mietzahlungen +++

Galeria Karstadt Kaufhof stoppt einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zufolge seine Mietzahlungen. Es bleibe "keine andere Wahl", zitiert das Magazin den Kaufhauskonzern in einem Schreiben an die Immobilienbesitzer, in deren Gebäuden die Läden des Konzerns einquartiert sind. Demnach will Kaufhof von April bis zunächst Juni keine Mieten mehr zahlen - eventuell wolle man sich sogar die März-Miete rückwirkend zurückholen. Zuvor hatten bereits andere Großkonzerne angekündigt, ihre Mietzahlungen auszusetzen, darunter Adidas und H&M.

Die Bundesregierung hatte beschlossen, säumige Mieter zu schützen, indem Mieten nachgezahlt werden können. Davon sei beim Warenhauskonzern laut Spiegel aber nicht die Rede. Galeria Karstadt Kaufhof gebe in dem Schreiben sogar den Vermietern indirekt Schuld, dass die Räume in der aktuellen Situation nicht nutzbar seien. Der Konzern betreibt Warenhäuser unter anderem in Bremen und in Oldenburg.

+++ Bremer Virologe befürwortet Maskenpflicht +++

Der Bremer Virologe Andreas Dotzauer hält eine Maskenpflicht für sinnvoll. "Letztendlich bestreitet niemand, dass es davor schützt, das Virus auf andere zu übertragen", sagte er buten un binnen. Auch selbstgemachte Masken würden diesen Zweck erfüllen. "Irgendwas ist besser als gar nichts", sagte Dotzauer.

+++ Fast 3.000 neue Corona-Fälle seit gestern Abend +++

Die Zahl der registrierten Corona-Fälle in Deutschland ist auf 68.267 gestiegen. Das geht aus den Daten der Gesundheitsbehörden der Länder hervor. Demnach sind bislang 749 Menschen infolge einer Corona-Infektion gestorben. Am Abend lag die Zahl der Infizierten noch bei 65.345, die der Toten bei 661.

+++ Bremer IHK rechnet nicht mit Pleitewelle +++

Der Geschäftsführer der Bremer Handelskammer, Matthias Fonger, rechnet nicht mit einer Pleitewelle Bremer Unternehmen. Zwar bestünde die Gefahr, dass einzelne Unternehmen die Krise trotz der angelaufenen Liquiditätshilfen nicht überstehen, sagte Fonger buten un binnen. "Dennoch ist die Rückmeldung zurzeit nicht, dass wir auf eine Pleitewelle zurollen. Die meisten hoffen, dass sie es überstehen — wenn die Krise nicht zu lange dauert."

+++ Heil fordert bessere Bezahlung für Pflegekräfte +++

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil fordert eine bessere Bezahlung der Menschen, die mit ihren Berufen eine besondere Last in der Corona-Krise tragen. Dazu sei etwa ein branchenweiter Tarifvertrag für den Pflegebereich nötig, sagt der SPD-Politiker in der ARD. Gerade in dieser Zeit sehe man, dass die Leistungsträger nicht immer die im Anzug und mit Krawatte seien, sondern die im Kittel, die in der Alten- und Krankenpflege arbeiteten. Das gelte auch für den Einzelhandel, wo die Tarifbindung lausig sei. Man werde die Konsequenzen ziehen müssen, um Menschen in diesen schwierigen Berufen besser zu bezahlen.

+++ Neue Corona-Ambulanz nimmt Arbeit auf +++

In Bremen-Nord nimmt eine neue Corona-Ambulanz ihre Arbeit auf. Den genauen Standort will die zuständige Kassenärztliche Vereinigung vorab nicht bekanntgeben, um einen Ansturm auf die Ambulanz zu verhindern. Man wolle nicht, dass sich Patienten auf eigene Faust auf den Weg in die neue Ambulanz machen, erklärte ein Sprecher. Es sollen nur Corona-Verdachtsfälle dorthin kommen, die eine Überweisung vom Hausarzt haben. Der Standort werde sich in den kommenden Tagen sowieso herumsprechen - bis dahin habe das Team vor Ort aber Zeit, sich an die Abläufe zu gewöhnen und mit einem möglichen größeren Ansturm besser fertig zu werden. Laut KV sind alle Mediziner in Bremen-Nord über den Standort der Ambulanz informiert. Wie viele Ärzte dort arbeiten sollen, steht noch nicht fest. Das Team vor Ort wird pro Tag voraussichtlich 30 bis 40 Verdachtsfälle testen können.

+++ 18 neue Corona-Fälle im Land Bremen +++

Mit insgesamt 315 bestätigten Fälle ist im Land Bremen nun erstmals die 300er-Grenze durchbrochen worden. In der Stadt haben sich 292 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, in Bremerhaven sind 23. Zudem ist die Zahl der Todesfälle auf fünf angestiegen. Insgesamt 77 Personen gelten landesweit inzwischen als genesen.

Corona-Update: Werden die Kontaktbeschränkungen verlängert?

Video vom 29. März 2020
Ein Skateground wurde mit Absperrband der Polizei weiträumig abgesperrt.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 1. April 2020, 19:30 Uhr