Uni Chemnitz bildet Bremerhavener Lehrer aus

  • 18 Sozialpädagogen können nun doch Lehrer werden
  • Schulamt arbeitet mit sächsischer Uni zusammen
  • Seminare werden in Bremerhaven abgehalten
Eine Frau schreibt etwas mit Kreide an eine Tafel.
Lehrer werden über Umwege: Für 19 Bremerhavener Sozialpädagogen wurde eine Lösung gefunden. Bild: DPA | Sebastian Kahnert

18 Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen können nun doch als Quereinsteiger in den regulären Schuldienst wechseln. Das gab die Stadt Bremerhaven bekannt. Die Pädagogen hatten diesen Anlauf schon einmal genommen: Zusammen mit der Uni Oldenburg hatte der Bremerhavener Magistrat einen entsprechenden Studiengang angeboten. Dann war aber aufgefallen, dass das Angebot keine Akkreditierung besaß – obwohl das Studium schon begonnen hatte. Das hatte bei den Studierenden für Unmut gesorgt – und bei der Akkreditierungsstelle für Erstaunen: Eine solche Panne sei außergewöhnlich, hieß es dort.

Nun übernimmt die Technische Universität (TU) im sächsischen Chemnitz. "Die TU Chemnitz bietet einen akkreditierten Studiengang für Förder- und Inklusionspädagogik an, der berufsbegleitend absolviert werden kann", sagte Schulstadtrat Michael Frost (parteilos). Der Studiengang richte sich genau an die Personengruppe, für die man auch das Oldenburger Angebot geplant habe.

Die 18 Bremerhavener Pädagogen müssen für ihre Weiterbildung nicht einmal nach Sachsen fahren: Die Seminare sollen nicht dort, sondern in Bremerhaven abgehalten werden. Nach erfolgreichem Abschluss des zweijährigen Masterstudiengangs erfüllen die Teilnehmenden die Zulassungsvoraussetzungen für den Seiteneinstieg im Land Bremen. Damit können sie dann über das 2. Staatsexamen reguläre Lehrer werden.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 22. August 2019, 15 Uhr