Dürfen Bremer jetzt doch in Gartenlauben übernachten?

  • Häuser in Waller Feldmark stehen leer
  • Bauressort will Kleingartengebiet wieder attraktiver machen
  • Senat will Nutzung als Wochenendhäuser prüfen
Ein Kleingarten im Grünen, im Vordergrund ist ein Zaun und eine Gartentür zu sehen.

Der Bremer Senat lässt prüfen, ob Parzellenhäuschen am Wochenende künftig bewohnt werden dürfen. Das hat der Senat auf seiner wöchentlichen Sitzung beschlossen. Zunächst werden dazu die Kleingärten in der Waller Feldmark untersucht. Das Bauressort prüft zum Beispiel, ob die Wege dort breit genug für Rettungsfahrzeuge sind.

Die Parzellen in der Waller Feldmark könnten als Pilotprojekt dienen für das Wochenend-Wohnen in anderen Kleingartengebieten. Seit Jahren fordern einige Kleingartenvereine, dass man in Gartenlauben zwischenzeitlich auch übernachten darf.

Nicht alle Kleingärten haben Chance auf Genehmigung

Es gebe keine Entscheidung, Wochenendhäuser generell in Kleingartengebieten zu ermöglichen, betonte der Sprecher des Bausenators. In der Waller Feldmark aber stünden zum Beispiel Häuser leer. Die Genehmigung, am Wochenende dort übernachten zu können, würde das Kleingartengebiet wieder attraktiver machen.

Der Antrag des Vereins Ruten in Woltmerhausen dagegen hat keine Chance, da die Häuser im Überschwemmungsgebiet stehen. Auch der Antrag eines Findorffer Vereins wird derzeit nicht geprüft. Generell sieht das Bauressort die Umwandlung in Wochenendhausgebiete kritisch. Zusätzliche Straßen müssten gebaut werden. Dadurch würde der Naherholungseffekt verloren gehen, heißt es aus dem Bauressort.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 9. Juli 2018, 19:30 Uhr