Landesarmutskonferenz Niedersachsen warnt vor Konflikten wegen 2G

Landesarmutskonferenz Niedersachsen warnt vor Konflikten wegen 2G

Audio vom 26. September 2021
Eine Frau sitzt mit einem Becher in der Hand in einer Fußgängerzone.
Bild: Imago | Rupert Oberhäuser
Bild: Imago | Rupert Oberhäuser
  • Arme Menschen könnten wegen 2G noch weniger am sozialen Leben teilhaben
  • Geschäftsführer hält das Risiko einer Corona-Infektion bei Armen für größer
  • Sie ließen sich weniger testen und impfen

Die Landesarmutskonferenz Niedersachsen hat wegen der verschärften 2G-Regeln vor größeren gesellschaftlichen Konflikten gewarnt. Armen Menschen fehle oft das Geld, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Das könnte sich durch 2G noch verschlimmern, hieß es.

Arme ließen sich weniger testen und impfen, schätzt der Geschäftsführer der Konferenz, Klaus-Dieter Gleitze. Außerdem seien sie über die Impfung nicht ausreichend informiert. Dabei hätten sie öfter Vorerkrankungen und dadurch möglicherweise schlimmere Krankheitsverläufe bei Covid-19. Das gesundheitliche Risiko bei einer Corona-Infektion sei bei Armen daher größer als bei Normal- oder Gutverdienern.

Mit der niedersächsischen Corona-Landesverordnung wird die Freiheit für Geimpfte und Genesene ausgeweitet. Mit 2G kann man beispielsweise Gastronomie und Kultur- oder Sportveranstaltungen ohne Maske und Abstand besuchen. Ein negativer Corona-Test reicht dann in der Regel nicht mehr aus.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 26. September 2021, 9 Uhr