Streit um Jugendhilfe Feuerwache: Träger wehrt sich gegen Vorwürfe

Video vom 4. November 2020
Das Gebäude der intensivpädagogischen Einrichtung "Feuerwache".
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Ex-Mitarbeiter hatten behauptet, in der Einrichtung "Feuerwache" herrschten untragbare Zustände. Laut Unternehmen sind die Vorwürfe sachlich nicht richtig. Am Donnerstag will sich das Sozial-Ressort äußern.

Der Turm der "Feuerwache" in Bremen
In der Kinder-Wohngemeinschaft sind Jugendliche zwischen zwölf und 16 Jahren untergebracht. Bild: Radio Bremen

Nach den schweren Vorwürfen von zwei Ex-Mitarbeitern, in der Jugendeinrichtung  "Feuerwache" in Bremen-Hemelingen herrschten untragbare Zustände, bezieht nun die Initiative für Kinder, Jugendliche und Familien Stellung. In einer schriftlichen Mitteilung auf der Website des Unternehmens heißt es: "Die Geschäftsführung [...] widerspricht den im o.g. Filmbeitrag (buten un binnen vom 3. November 2020, Anmerkung der Redaktion) erhobenen Vorwürfen auf Schärfste. Die Vorwürfe sind sachlich nicht richtig und stellen eine massive Rufschädigung [...] dar."

Buten un binnen hatte zuvor darüber berichtet, dass die dort untergebrachten Kinder nach Angaben der Ex-Mitarbeiter mit Drogen in Kontakt kommen und nicht zur Schule gehen. Alkohol-, Drogen- und Zigarettenkonsum sei in der Jugend-Wohngemeinschaft an der Tagesordnung, so die Ex-Mitarbeiter. Dazu heißt es von der Initiative für Kinder, Jugendliche und Familien: "Wir versichern, dass Vorfälle (wie z.B. Drogenverkauf und -konsum innerhalb des Hauses) mit dem Ziel der Prävention professionell bearbeitet worden sind. Dabei waren auch Polizei und Jugendamt eingebunden."

Man wolle nun mit den Behörden zusammenarbeiten, um die Vorwürfe aufzuklären, heißt es weiter. Bereits am Donnerstag will sich das Sozial-Ressort in der Fach-Deputation äußern. Mehrere Bremer Politiker fordern eine lückenlose Aufklärung der Sachlage.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 4. November 2020, 19:30 Uhr