79 Millionen für Kreuzfahrtterminal in Bremerhaven: Rechnet sich das?

  • Bremer Rechnungshof kritisiert Kostenschätzung für neue Columbuskaje
  • Vorhaben sei nicht auf Wirtschaftlichkeit geprüft worden
  • Neubau könnte sich verzögern
Ein einem Schild wird auf das Kreuzfahrtterminal hingewiesen.
Die Hafengesellschaft Bremenports will 25 Meter vor der jetzigen Kaje eine neue Kaje bauen. Das soll die Zukunft des Kreuzfahrtterminals sichern Bild: Radio Bremen

Knapp 79 Millionen Euro soll der Neubau der Columbuskaje in Bremerhaven kosten. Der Bremer Rechnungshof kritisiert, das Häfenressort habe nicht ausreichend geklärt, ob das Projekt überhaupt wirtschaftlich ist. Der Neubau der Columbuskaje in Bremerhaven droht sich zu verzögern. 

Die Rechnungsprüfer kritisieren, dass nur die reinen Baukosten von drei verschiedenen Varianten verglichen wurden. Eine Kosten-Nutzen-Betrachtung fehle aber. Die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung müsse deshalb nachgebessert werden.

Für das Häfenressort ist der Nutzen der Kaje dagegen klar. Schließlich gehe es um einen Ersatzbau an gleicher Stelle. Und der Senat habe dies 2018 auch so beschlossen. An diesem Mittwoch befasst sich der Rechnungsprüfungsausschuss der Bürgerschaft mit dem Bauprojekt. Das Häfenressort soll laut Beschlussvorschlag aufgefordert werden nachzubessern.

Bremenports will am Zeitplan festhalten

Die Kaje ist mehr als 90 Jahre alt. Die Hafengesellschaft Bremenports will sie 25 Meter vor der jetzigen Kaje neu bauen und standfester machen. Das soll auch die Zukunft des Kreuzfahrtterminals sichern – hier läuft wegen der Corona-Pandemie aber gerade nichts.

Bremenports hält nach Angaben eines Sprechers an den bisherigen Plänen fest. Man sei im Zeitplan. Die neue Kaje soll 2023 fertig sein.

Rückblick: Großer Bahnhof an der Columbuskaje (1959)

Video vom 18. März 1959
Passagiere gehen an Bord eines Schiffes
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 27. April 2021, 14 Uhr