Bremer Krankenpfleger soll Patienten mit Medikamenten getötet haben

Bremer Krankenpfleger soll zwei Patienten getötet haben

Video vom 15. Juli 2021
Krankenpfleger injiziert ein Medikament bei einem Patienten (Symbolbild)
Bild: DPA | Bildagentur-online/Blend Images
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  • Gegen den 33-Jährigen wird wegen des Verdachts auf zweifachen Totschlag ermittelt
  • Die Vorfälle ereigneten sich im April dieses Jahres in einem Bremer Krankenhaus
  • Mann sitzt in Untersuchungshaft

Die Bremer Polizei hat einen 33-Jährigen Krankenpfleger wegen des Verdachts auf zweifachen Totschlag verhaftet. Er soll zwei Patienten in einem Bremer Krankenhaus durch die Gabe von Medikamenten ohne medizinische Indikation getötet haben, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Die Bremer Staatsanwaltschaft und eine Mordkommission ermitteln.

Spezialeinsatzkräfte der Polizei verhafteten den Mann den Angaben zufolge am Donnerstagmorgen. Die Vorfälle sollen sich im April 2021 ereignet haben. Laut Mitteilung steht der Mann im Verdacht, mindestens zwei Patienten Medikamente verabreicht zu haben, wodurch es zu "gesundheitskritischen Situationen" der Betroffenen gekommen sei. Ein Mann verstarb am selben Tag, der andere Patient wenige Wochen später.

Der Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen dauern an, die Polizei hat eine Ermittlungsgruppe gegründet. Laut Staatsanwaltschaft waren in der Klinik schon im April Unregelmäßigkeiten aufgefallen, woraufhin die Todesfälle überprüft und der Pfleger vom Dienst suspendiert worden war. In dem Zusammenhang habe es auch eine Durchsuchung bei dem Verdächtigen gegeben. Der Tatverdacht habe sich aber erst jetzt so erhärtet, dass der Mann verhaftet werden konnte.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 15. Juli 2021, 19:30 Uhr