Gute Noten für Bremer Kliniken bei Gelenk-Operationen

  • Operationen von Hüft- und Kniegelenken sind Schwerpunkt des Bremer Krankenhausspiegels
  • OPs im Land Bremen medizinisch meist gut begründet
  • Patienten bei Entlassung häufig mobil eingeschränkt
Ein Modell eines Gelenkes im Krankenhaus.

Ein neues Gelenk nur weil der Patient es so wünscht? Das kommt im Land Bremen eher selten vor. Krankenhäuser wägen hier offenbar sehr genau ab, ob eine Operation medizinisch notwendig ist. Das geht aus dem Bremer Krankenhausspiegel hervor, den Kliniken, Krankenkassen, Pflegerat und Ärztekammer gemeinsam herausgeben.

Laut diesem Bericht erzielen Bremens und Bremerhavens Krankenhäuser häufig bessere Ergebnisse beim Austausch von Hüft- und Kniegelenken als viele Kliniken in anderen Bundesländern. Die Entscheidung, ob operiert wird, wird in den meisten Fällen medizinisch gut begründet, und zwar häufiger als in anderen Krankenhäusern Deutschlands. Nach einer Operation sind Knie und Hüfte im bundesweiten Vergleich in Bremen offenbar auch öfter gut beweglich. Allerdings sind Bremer Patienten bei ihrer Entlassung etwas seltener in der Lage, schon wieder selbst zu laufen. Woran das liegt, sagt der Qualitätsbericht nicht.

Krankenhausspiegel werden auch in anderen Bundesländern erhoben. Dafür melden die Krankenhäuser ihre Daten zu 19 besonders häufigen oder komplizierten Behandlungsverfahren. Diese Zahlen werden auf Landesebene von Qualitätsbüros ausgewertet und mit den Ergebnissen anderer Länder verglichen. In diesem Jahr lag der Schwerpunkt des Bremer Krankenhausspiegels auf der Qualität von Hüft- und Kniegelenks-Operationen.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 25. Juni 2018, 18 Uhr