Keine Probleme bei der Corona-Kontaktverfolgung im Land Bremen

Audio vom 9. September 2021
Ein Mitarbeiter sitzt an einem PC, auf dessen Bildschirm der Hamburger Pandemie- Manager angezeigt wird.
Bild: DPA | Daniel Bockwoldt
Bild: DPA | Daniel Bockwoldt
  • In Bremen und Bremerhaven können Kontaktpersonen erreicht werden
  • Amtsärzte warnen bundesweit vor Problemen bei Kontaktnachverfolgung
  • In Bremerhaven sind 30 Prozent der Infektionswege unklar

In Bremen und Bremerhaven können alle Kontakte von Menschen, die positiv auf Corona getestet wurden, binnen 24 Stunden informiert werden. Das teilten die zuständigen Sprecher mit. Auf Bundesebene warnen Amtsärzte, dass dies nicht mehr überall möglich sei.

Allerdings sind in Bremerhaven laut Magistrat bei rund 30 Prozent der Infektionen die Übertragungswege unklar. Wie hoch der Anteil in Bremen ist, konnte der Sprecher des Bremer Gesundheitsressorts am Donnerstag nicht beantworten.

Auch in Bremen gibt es mehr Kontakte

Der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Lukas Fuhrmann, sagte, dass die Zahl der Kontakte seit Sommer stark gestiegen sei. "Natürlich ist die Nachverfolgung jetzt komplizierter, da es mit lockereren Regeln mehr Kontakte gibt", sagte Fuhrmann zu buten un binnen. Erfreulich ist laut Fuhrmann, dass zwar mehr Kontakte verfolgt werden müssten, aber weniger Menschen in Quarantäne müssen, da viele Menschen (71,7 Prozent) bereits vollständig geimpft sind und diese nicht in Quarantäne müssen.

Amtsärzte: Umfängliche Nachverfolgung vielerorts nicht mehr möglich

Der Verband der Amtsärzte hatte zuvor davor gewarnt, dass die Gesundheitsämter in Deutschland offenbar nicht mehr alle Kontaktpersonen von Corona-Infizierten verfolgen können. Dem Verband zufolge liegt das an der hohen Zahl positiv Getesteter ohne gleichzeitigem Lockdown. Die Menschen hätten jetzt so viele Kontakte, dass eine grundsätzliche und umfängliche Nachverfolgung nicht mehr möglich sei.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 9. September 2021, 6 Uhr