Bremerhavener AWI-Direktor würdigt Arbeit von Nobelpreisträger

Deutscher erhält Physiknobelpreis

Audio vom 5. Oktober 2021
Auf einem Bildschirm sind drei Männer zu sehen. Davor sitzen drei Männer an einem Tisch.
Bild: Imago | Pontus Lundahl/TT SWEDEN NOBEL 2021 PHYSICS
Bild: Imago | Pontus Lundahl/TT SWEDEN NOBEL 2021 PHYSICS
  • Stellvertretender Direktor des AWI gratuliert Nobelpreisträger Klaus Hasselmann
  • Er habe wesentliche Beiträge zur Klimamodellierung geleistet
  • Bundsforschungsministerin dankt AWI-Wissenschaftlern für Mosaic-Expedition

Der stellvertretende Direktor des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts (AWI) Thomas Jung betont die Bedeutung der Arbeiten des neuen Physik-Nobelpreisträgers Klaus Hasselmann. Er habe mit seinen Arbeiten wesentliche Beiträge zur Klimamodellierung geleistet. "Hasselmann entwickelte beispielsweise das stochastische Klimamodell. Damit konnte er zeigen, dass schnelle Veränderungen des Wetters zu längerfristigen Variationen des Klimasystems führen", erklärt Jung. Auch die "Fingerprint-Methode" gehe auf Hasselmann zurück. Mit ihr lassen sich der menschengemachte Klimawandel besser nachweisen.

Der Hamburger Klimaforscher Hasselmann ist am Dienstag zum Physik-Nobelpreisträger gekürt worden. Neben ihm wurden auch die Forscher Syukuro Manabe und Giorgio Parisi ausgezeichnet.

Bundsforschungsministerin lobt Mosaic-Expedition

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) gratulierte nicht nur Hasselmann, sondern würdigte auch die große Mosaic-Expedition unter der Leitung des AWI: "Die Auszeichnung für Herrn Professor Hasselmann steht nicht nur für sich alleine, sondern auch stellvertretend für die gesamte deutsche Klimaforschung, die weltweit führend ist. Ich erinnere etwa an die internationale Expedition Mosaic im vergangenen Jahr, die größte Arktisexpedition aller Zeiten, die ohne das deutsche Engagement und die deutsche Förderung unmöglich gewesen wäre."

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 5. Oktober 2021, 13 Uhr