Öffnungspläne für Bremer Schulen und Kitas stoßen auf Widerstand

  • Kitas und Schulen sollen in Normalbetrieb zurückkehren
  • Gewerkschaft Verdi fordert Halbgruppen bis Ostern
  • Lehrergewerkschaft fordert halbe Klassen in Grundschulen
Video vom 22. Februar 2021
Mehrere Schülerinnen und Schüler in einem Klassenzimmer einer Schule.
Bild: Radio Bremen

Die Rückkehr zu einem normalen Betrieb in den Bremer Grundschulen und Kitas sorgt weiter für Diskussionen. Die Gewerkschaft Verdi fordert, Kita-Kinder bis zu den Osterferien nur in Halbgruppen zu betreuen. Verdi begründet dies mit einem anhaltend starken Infektionsgeschehen und dem Auftreten von Virusmutationen. Gewerkschaftssekretär Jörn Kroppach sagte, der Schutz von Beschäftigten, Eltern und Kindern müsse im Mittelpunkt stehen.

Notbetreuung endet am 1. März

Der Bremer Senat hatte in der vergangenen Woche beschlossen, dass Kitas spätestens ab dem 1. März in den sogenannten "eingeschränkten Regelbetrieb" wechseln, und damit die Notbetreuung endet. Alle Kinder sollen ein Angebot über 20 Stunden Betreuung pro Woche bekommen, die jeweiligen Kindergruppen dabei getrennt werden. Überall dort, wo es möglich ist, fordert auch die Bremer Zentral Eltern Vertretung kleinere Kita-Gruppen. So könnten Erzieherinnen entlastet und einzelne Kinder besser gefördert werden, heißt es in einer Mitteilung.

Angesichts des weiterhin starken Infektionsgeschehens halten wir eine Betreuung in kleineren Gruppen weiterhin für notwendig. Wir fordern Halbgruppen bis zum Ende der Osterferien.

Verdi-Geschäftsführer Markus Westermann

Die Rückmeldungen der Eltern fielen dabei unterschiedlich aus: Einige wünschen sich nach Angaben der Bremer Zentralelternvertretung die schnelle Rückkehr in den normalen Betrieb, andere warnen vor einer zu raschen Öffnung.

Auch Lehrergewerkschaft fordert Halbgruppen

Uneins sind die Meinungen auch beim Thema Grundschule: Hier plant die Bildungsbehörde ab kommender Woche wieder Unterricht in voller Klassenstärke anzubieten, allerdings nur in Bremen, nicht in Bremerhaven. "Die Rückkehr in den Präsenz-Unterricht ist für den Lernerfolg der Kinder wichtig", sagte eine Sprecherin der Bildungsbehörde.

Dem stimmt der Zentralelternbeirat in Bremen zwar grundsätzlich zu. Ein Sprecher sagte zu buten un binnen, die Grundschulen müssten aber je nach räumlicher oder personeller Lage auch anders entscheiden dürfen. Dagegen fordert die Lehrergewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Bremen, in Grundschulen vorerst nur in Halbgruppen zu unterrichten.

Bremer Grundschulen starten am 1. März mit regulärem Unterricht

Video vom 16. Februar 2021
Ein Schild mit "Kinder & Bildung".
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Nachmittag, 22. Februar 2021, 16 Uhr