Bildungsbehörde: Antragsstau in Elternbeitragsstelle aufgelöst

  • In Elterngeldstelle gibt es laut Bildungsressort keine unbearbeiteten Anträge auf Erstattung mehr
  • Behörde schaffte Bearbeitung mit großem, zusätzlichem Personalaufwand
  • 3.300 Anträge auf Erstattung von Betreuungskosten waren im August unbearbeitet
Kinder in einer Kindertagesstätte arbeiten an einem Tisch (Symbolfoto)
Haben wieder gut lachen: Nach Angaben der Bremer Bildungsbehörde sind fast alle Anträge auf Rückerstattung von Kinderbetreuungskosten mittlerweile bearbeitet. Bild: Imago | Westend61

Rund 3.300 unbearbeitete Anträge auf Erstattungen und Zuschüsse von Kita- und Tagespflegebeiträgen hatten sich im August 2018 in Bremen angestaut. Eltern warteten zum Teil viele Monate auf ihr Geld. Die Bildungsbehörde versprach Abhilfe. Das ist nun nach eigenen Angaben gelungen – zumindest bei der Elternbeitragsstelle. Deren Mitarbeiter bearbeiten Anträge von Eltern, die ihre Kinder in Elternvereinen betreuen lassen.

Erstattungen von Beiträgen zur Kinderbetreuung gibt es dann, wenn Eltern darlegen können, dass ihnen ein Zuschuss zusteht. Zum Beispiel deshalb, weil sie noch andere Kinder haben oder ihr Haushaltseinkommen bestimmte Grenzwerte unterschreitet.

Mehr als 20 Helfer arbeiteten abends und am Wochenende

13 zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter halfen mit, den Berg an Altfällen abzuarbeiten. "Zudem haben sich mehr als 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der senatorischen Behörde unter der Woche oder in Wochenendeinsätzen teilweise zur unterstützenden Mitarbeit bereitgefunden", teilt Annette Kemp, Sprecherin der Bildungsbehörde, auf Anfrage von buten un binnen mit. Seit Mai 2018 sind in der Elternbeitragsstelle viereinhalb Stellen besetzt. Die Anzahl der Beschäftigten in der Elternbeitragsstelle werde sich saisonal erhöhen, hieß es.

Noch Altfälle in der Tagespflege

Anders sieht es bei der Tagespflegestelle aus. Dort werden zurzeit Altfälle und neue Fälle parallel geprüft, berichtet Kemp. 180 Altfälle gibt es dort demnach noch. Bis zum Ende des Jahres sollen auch sie nach Prognosen der Behörde abgearbeitet sein.

Beim Verbund Bremer Kindergruppen, in dem die Elternvereine organisiert sind, wurde im Oktober-Rundbrief eine Abfrage zum Thema gestartet, teilt Kirsten Köcher mit. Beschwerden der Vereine habe es darauf nicht gegeben.

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  • Verena Patel

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 15. November 2018, 23:30 Uhr