Immer mehr Kinder und Jugendliche im Land Bremen in der Psychiatrie

Audio vom 24. August 2021
Ein Mädchen sitzt auf einem Krankenhausbett in einer psychiatrischen Klinik (Archivbild)
Bild: DPA | Michael Reichel
Bild: DPA | Michael Reichel
  • Plätze für Kinder und Jugendliche in Kliniken werden knapp
  • Vor allem seit Jahresbeginn wird psychische Belastung laut Gesundheitsressort sichtbar
  • Ob es sich um Folgen der Pandemie handelt, muss noch untersucht werden

Ähnlich wie in Niedersachsen sind auch im Land Bremen die Plätze in psychiatrischen Kliniken für Kinder und Jugendliche knapp. Das bestätigten sowohl das Gesundheitsressort als auch der Klinikverbund Gesundheit Nord buten un binnen. Die Auslastung bei allen Angeboten sei hoch, sagte der Sprecher der Bremer Gesundheitsressorts Lukas Fuhrmann.

Laut Behördensprecher Fuhrmann fällt es auf, dass Kinder und Jugendliche wesentlich stärker beeinträchtigt sind als vor der Pandemie. Das sei vor allem seit Beginn des Jahres zu beobachten. Ob ein direkter Zusammenhang mit den Folgen der Corona-Pandemie besteht, müsse aber noch wissenschaftlich untersucht werden, sagte ein Sprecher des Klinikverbunds Gesundheit Nord (Geno).

Auf den Stationen sei die Lage sehr gespannt, so der Geno-Sprecher weiter. Weil die betroffenen Kinder und Jugendlichen immer länger auf einen Platz warten müssten, könnten die Erkrankungen immer stärker werden. In der Folgen dauerten dann auch die Behandlungen länger. Dazu gehörten Zwangsstörungen, Psychosen und Depressionen.

Bremer Psychologe: "Situation der Kinder wird häufig übersehen"

Video vom 1. August 2021
Psychologe Henner Spierling zu Gast im Studio von buten un binnen.
Bild: Radio bremen
Bild: Radio bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 24. August 2021, 16 Uhr