Kellogg-Gelände: Ein neuer Stadtteil entsteht

  • Investoren und Behörden legen erste konkrete Planungen vor
  • Baubeginn könnte im Jahr 2021 sein
  • Zehn Jahre sollen die Bauarbeiten dauern
Modell des Neubau auf dem alten Kellogg-Gelände.

Vor rund zwei Wochen ist das Konzerngelände der Firma Kellog an den Windparkprojektierer WPD verkauft worden. Der neue Eigentümer hat zugesagt, die Fläche unter dem Projektnamen "Überseeinsel“ zukünftig weiterzuentwickeln – in enger Abstimmung mit der Stadt Bremen.

Erste Modelle zeigen, dass es in dem Wohn-Quartier keine Wolkenkratzer geben wird. Vielmehr denken die Planer an eine wechselhafte Bebauung: zum einen größere Riegelbauten, zum anderen aber auch Reihenhäuser im Stil der Alt-Bremer Häuser. Dazu kommen Schulen und Kitas. Sicher ist offenbar auch, dass das Silo mit dem roten Kellogg-Schriftzug stehen bleibt. Und dazwischen sind immer wieder Grünflächen vorgesehen.

Architekturskizze der möglichen Bebauung des Kellogg-Geländes.
Entwurf von COBE aus Kopenhagen für die Südseite des Europahafens: Footprint Kellog. Bild: COBE, Kopenhagen

Auch Gewerbe soll sich in dem neuen Quartier ansiedeln. Mit bis zu 1.000 neuen Arbeitsplätzen rechnet Wirtschaftsstaatsrat Ekkehart Siering.

Die Bauarbeiten werden vermutlich im Jahr 2021 beginnen. Nach Schätzung der Planer werden die Arbeiten etwa zehn Jahre dauern.

Wie Anwohner und Beschäftigte künftig überhaupt ins Quartier kommen sollen, darüber macht sich Verkehrssenator Joachim Lohse (Grüne) zurzeit Gedanken. Denn schon jetzt geht in der Überseestadt mit dem Auto oft gar nichts mehr. Lohse will mehr Busse und Bahnen und auch eine bessere Anbindung an die B6. Spätestens mit dem Ringschluss der A281 werde sich die Verkehrssituation jedoch entspannen, so der Senator.

Kellogg-Gelände ist heiß begehrt

Das Kellogg Gebäude in Bremen

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 17. April 2018, 15 Uhr

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