Kampfhund-Rassen bleiben in Bremen verboten

  • Vier sogenannte Kampfhund-Rassen bleiben in Bremen verboten
  • Die Bürgerschaft lehnte einen Antrag der FDP-Fraktion ab
  • Die Liberalen wollten Rassen wie Bullterrier in Bremen wieder erlauben
Demonstrantin mit Hund und Transparenten vor der Bremischen Bürgerschaft.
Besitzer von sogenannten Kampfhunden demonstrierten vor der Abstimmung vor der Bremischen Bürgerschaft. Bild: Radio Bremen | Martin von Minden

In Bremen wird es auch künftig eine sogenannte "Rasseliste" geben. Darauf stehen zurzeit vier Hunderassen, die in Bremen nicht gehalten oder gezüchtet werden dürfen, weil der Senat sie als gefährlich einschätzt. Das sind zum Beispiel Pitbull-Terrier oder Staffordshire-Terrier.

Die FDP wollte das Gesetz ändern und auch diese Hunde wieder in Bremen zulassen. Außerdem hatten die Freien Demokraten gefordert, dass alle Hundehalter einen Sachkundenachweis machen. Der FDP-Antrag wurde jedoch mit Stimmen der rot-grünen Koalition und der CDU abgelehnt. Damit bleibt das Hundehaltergesetz, wie es ist.

Kontroverse Debatte

buten un binnen-User diskutieren bei Twitter und Facebook kontrovers. Befürworter und Gegner des Verbots finden sich hier gleichermaßen. Auch keine Einigkeit gibt es bei der Frage, ob ein Führerschein oder Wesenstest für bestimmte Hunderassen sinnvoll ist.

Mit Wesenstest für Hund und Halter. Dann ja.

Bernd Graf von Mainberg - 15. März 2018, 13:18 Uhr.

Zuerst soll dann auch der Begriff "Kampfhund" verschwinden. Der ist so falsch wie dieses Verbot!

Bernard W - 15. März 2018, 11:07 Uhr.

Kampfunderassen gehören verboten, das ist traurig für die Rasse, natürlich, keine Frage! Aber was bitte soll der Sachkundenachweis bringen? Den mach' ich mit einem lieben braven Hund, der nicht mal mein eigener sein muss, da fängt der Schwachsinn doch schon an, und hole mir nach Erhalt des Nachweises meinen Kampfhund. Und was ist jetzt gewonnen?

Rainer Rasend - 15. März 2018, 12:12 Uhr.

Soll das Kampfhund-Verbot in Bremen aufgehoben werden?

So wurde abgestimmt!

  • Ja, denn Hunde sind nicht von Geburt an gefährlich 83,4%.
  • Nein, denn Aggression liegt bei Kampfhunden in den Genen 14%.
  • Ich bin nicht sicher 2,5%.

Abgegebene Stimmen: 2356

Das Ergebnis der Befragung ist nicht repräsentativ

[...] Die Bürger, die mit diesen Rassen nicht umgehen können, sterben ja nicht plötzlich aus. Also bleibt das Problem. Außerdem sind es meist spezielle Bürger, die sich mit diesen Rassen profilieren wollen und den Hund als Statussymbol halten.

Gerda Schmidt - 15. März 2018, 11:40 Uhr.

Zumindest sollte es für Kampfhunde einen Führerschein geben. Ich meine, kein Hund ist ein Kampfwuffi, das wird denen anerzogen.
Aber trotzdem sollte man bei manchen Rassen einen Führerschein machen müssen.

Marlis Jusufi - 15. März 2018, 11:46 Uhr.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 15. März 2018, 17 Uhr

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