Bombendrohung gegen Klimahaus Bremerhaven: 14-Jähriger verurteilt

  • Der Junge aus Bremen wurde zu 30 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt
  • Der 14-Jährige hatte einen Bombenanschlag auf das Klimahaus angekündigt
  • Grund war, wie er zugab, dass an einem Schulausflug nicht teilnehmen durfte
Ein Polizeiwagen steht von dem Klimahaus in Bremerhaven.
Aufgrund der Bombendrohung eines Bremers gegen das Klimahaus Bremerhaven entstand ein Gesamtschaden in Höhe von 46.839,13 Euro. (Archivbild)

Wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Straftat hat das Amtsgericht Bremen einen zur Tatzeit 14-jährigen Bremer zu 30 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt.

Er hatte gestanden, zu Beginn des Jahres 2018 morgens beim Klimahaus in Bremerhaven angerufen und auf den dortigen Anrufbeantworter gesprochen zu haben. Der Jugendliche hatte sich als Kommissar ausgegeben und einen vermeintlich angekündigten Bombenanschlag mitgeteilt, wobei er wusste, dass dies nicht den Tatsachen entsprach. Dabei ging es ihm darum, die Öffnung des Klimahauses am Tattag zu verhindern. Er durfte an einem Schulausflug zum Ausstellungshaus nicht teilnehmen.

46.839,13 Euro Schaden entstanden

Da infolge des Anrufs des Angeklagten zunächst ein bevorstehender Anschlag nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde das Gebäude über mehrere Stunden hinweg polizeilich durchsucht und konnte erst am Nachmittag nach Entwarnung wieder öffnen. Es ist ein Gesamtschaden in Höhe von 46.839,13 Euro entstanden. Ob der Jugendliche dafür aufkommt, muss zivilgerichtlich geklärt werden. Das Klimahaus macht im Moment noch keine Angaben darüber, wie und ob die Summe eingefordert werden soll.

Dem Angeklagten wurde vom Amtsgericht Bremen zudem die Weisung erteilt, weiterhin an den bereits eingeleiteten Maßnahmen des Jugendamtes, insbesondere der intensivpädagogischen Betreuung, mitzuwirken und regelmäßig die Schule zu besuchen.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 12. September 2018, 19:30 Uhr