Behörde spricht Bremer Jugendhilfe "Feuerwache" von Vorwürfen frei

  • Zwei Ex-Mitarbeitende hatten die Zustände in der Bremer Jugend-WG kritisiert
  • Bei Untersuchungen des Jugendamtes hätten sich die Anschuldigungen aber nicht bewahrheitet
  • Das geht aus dem Abschlussbericht der Sozialbehörde hervor
Die alte Feuerwache in Hemelingen.
Zwei Ex-Mitarbeitende hatten von untragbaren Zuständen berichtet. Bild: Radio Bremen

Die Bremer Sozialbehörde hat ihren Abschlussbericht zu den Vorwürfen der Kindeswohlgefährdung in der Bremer Jugendhilfe-Einrichtung "Feuerwache" vorgelegt. Demnach hätten sich die Anschuldigungen nicht bestätigt. Das geht aus einer Mitteilung der Behörde hervor. Ende vergangenen Jahres hatten zwei ehemalige Mitarbeitende der Jugend-Wohngemeinschaft von untragbaren Zuständen berichtet: Unter anderem würden Kinder mit Drogen in Kontakt kommen und nicht zur Schule gehen.

Das Jugendamt sei diesen Beschwerden nachgegangen und habe mit den Sorgeberechtigten, Mitarbeitenden und den jungen Menschen in der Einrichtung gesprochen, heißt es. Diese Nachforschungen sowie unangekündigte Überprüfungen durch das Landesjugendamt hätten aber keinen Grund für Beanstandungen ergeben.

Grenzüberschreitendes Verhalten der Kinder und Jugendlichen

Allerdings hätten Bewohnerinnen und Bewohner grenzüberschreitende Verhaltensweisen gezeigt und sich nicht an Absprachen oder Regeln gehalten, heißt es in dem Bericht. Entlassungen habe man aber aus pädagogischen Gründen trotzdem vermeiden wollen. Die Kinder und Jugendlichen seien meist schon durch viele Einrichtungen gereicht worden und bräuchten nun ein stabiles Umfeld. "Pädagogische Kräfte müssten daher auch extrem dissoziale Verhaltensweisen ertragen und sich dabei ständig um den Aufbau einer Beziehung bemühen", heißt es weiter in der Mitteilung.

Rückblick: Streit um Bremer Jugendhilfe-Einrichtung "Feuerwache"

Video vom 3. Dezember 2020
Der Leiter des Jugendamt Bremen Rolf Diener sitzt am Schreibtisch, vor ihm mehrere Unterlagen.
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 22. April 2021, 19:30 Uhr