Haftbefehl gegen IS-Rückkehrerin aus Bremen vollstreckt

Audio vom 8. Oktober 2021
Männer sitzen mit einer schwarzen Flagge auf einem Auto.
Bild: DPA | Dabiq/Zuma Press
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  • Bundesanwaltschaft lässt drei IS-Rückkehrerinnen festnehmen
  • Unter den Festgenommenen soll sich eine 33-jährige Frau aus Bremen befinden
  • Den Frauen wird Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat vorgeworfen.

Nach ihrer Rückkehr von Syrien nach Deutschland hat die Bundesanwaltschaft am Flughafen in Frankfurt drei deutsche Frauen wegen mutmaßlicher Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) festnehmen lassen. Eine von ihnen ist eine 33-Jährige aus Bremen. Sie war mit ihren beiden Kinder eingereist. Für die Frau lag ein Haftbefehl des Hanseatischen Oberlandesgerichts in Hamburg vor. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Hamburg wird die Frau der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland verdächtigt, in Tateinheit mit einem Kriegsverbrechen gegen das Eigentum und sonstige Rechte.

Die Frau soll 2014 von Bremen über die Türkei nach Syrien ausgereist sein. Dort soll sie einen Kämpfer der Terrormiliz geheiratet haben und selbst IS-Mitglied geworden sein. Die Behörden werfen ihr vor, Kriegsverbrechen ihres Mannes unterstützt zu haben, indem sie die Haushaltsführung übernahm und ihn in seinem Verhalten bestärkte. Nach dem Tod ihres Mannes sei sie mit zwei weiteren IS-Kämpfern verheiratet gewesen. Ende 2017 sei sie bei dem Versuch, Syrien zu verlassen, festgenommen worden. Seitdem befand sie sich mit ihren beiden Kindern in einem Lager in Nordsyrien.

Die Bremerin war am Mittwoch zusammen mit sieben weiteren Frauen und deren Kinder nach Deutschland geflogen worden. Drei der Frauen wurden am Frankfurter Flughafen festgenommen. Ihre Kinder werden jetzt vom Jugendamt betreut.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 8. Oktober 2021, 23:30 Uhr