Bremen hat wegen Kreuzimpfung 38.000 Dosen AstraZeneca übrig

Video vom 14. Juli 2021
Ein Fläschen des Impfstoffs von AstraZeneca mit einer Kanüle.
Einst Mangelware, jetzt Überschuss: Im Land Bremen sind 38.000 Impfdosen AstraZeneca derzeit ungenutzt. Grund hierfür ist die Empfehlung zur Kreuzimpfung. Bild: DPA | Sven Simon
Bild: DPA | Sven Simon
  • Impfstoff war eigentlich für Zweitimpfungen vorgesehen
  • Wegen Empfehlung zur Kreuzimpfung werden stattdesen mRNA-Impfstoffe verabreicht
  • Was mit übrigen Dosen passiert, ist noch unklar

Aufgrund der Empfehlung zur Kreuzimpfung sind in Bremen 38.000 Dosen des Corona-Imfpstoffs AstraZeneca übrig. Sie waren eigentlich für Zweitimpfungen vorgesehen. Dann kam die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko): Wer in einer ersten Dosis AstraZeneca bekommen hat, soll bei der Zweitimpfung einen mRNA-Impfstoff bekommen, also von Moderna oder Biontech. Das setzt auch Bremen um und konnte Angaben des Gesundheitsressorts zufolge allen Betroffenen eine Zweitdosis mit einem mRNA-Stoff bereitstellen. Dementsprechend sind die AstraZeneca-Dosen übrig, bestätigt Lukas Fuhrmann, Sprecher des Bremer Gesundheitsressorts.

Großteil der Dosen länger haltbar

In den Impfzentren bleiben 25.000 Dosen vorerst ungenutzt, 13.000 weitere entfallen auf die Hausarztpraxen. Damit ist die Situation eine komplett andere als noch vor drei Monaten, als Impfstoff ein äußerst knappes Gut war, so Fuhrmann. 1.500 Dosen laufen Ende Juli ab, weitere knapp 1.000 Ende August. Der Rest sei über den Oktober hinaus haltbar.

Das Bundesgesundheitsministerium hat laut Fuhrmann eine Abfrage unter den Bundesländern gemacht, wie viel AstraZeneca-Impfstoff aufgrund der Kreuzimpfung übrig ist. "Zum einen überlegen wir, was wir in Bremen noch mit dem Impfstoff tun können. Wir haben allerdings auch genügend Impfstoff von Biontech und Moderna." Der Umgang mit den übrigen Impfdosen werde auch Thema im Bundesgesundheitsministerium sein, da alle Bundesländer betroffen sind. "Wahrscheinlich braucht es hier eine bundeseinheitliche Lösung, um mit diesen Impfstoffmengen einen guten Umgang zu finden", so Fuhrmann.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 14. Juli 2021, 19:30 Uhr