Immobilienpreise in Bremen steigen weiter

  • Rund 1,9 Milliarden Euro im Jahr 2018 auf dem Immobilienmarkt umgesetzt
  • Insbesondere Wohnungen und Einfamilienhäuser immer teurer
  • Grundstückspreise in Bremen-Nord stagnieren
Bremer Reihenhäuser verschiedener Baujahre in der Bremer Neustadt.
Wer 2018 ein Reihenhaus in Bremen kaufen wollte, musste fast fünf Prozent mehr auf den Tisch legen als noch 2017.

Immobilien in Bremen werden immer teurer – das bestätigt der aktuelle Grundstücksmarktbericht, den der Gutachterausschuss jetzt für das Jahr 2018 veröffentlicht hat. 1,896 Milliarden Euro sind dem Bericht zufolge im Jahr 2018 mit Immobilien umgesetzt worden. 2017 waren es noch 1,86 Milliarden. Der Geldumsatz ist gestiegen, obwohl es etwas weniger Kaufvertragsschlüsse gab als im Vorjahr. Waren es 2017 noch 6.604 geschlossene Kaufverträge, sank die Zahl 2018 um 0,7 Prozent auf 6.560 Verträge.

Mehr Bauplätze in Bremen-Nord als in Bremen-Stadt verkauft

Eine Neuheit auf dem Bremer Immobilienmarkt: Erstmals wurden in Bremen-Nord mehr Bauplätze verkauft als in Bremen-Stadt. Wer unbebautes Wohnland kaufen will, sollte sich im Bremer Norden umschauen. Hier stagnierte der Quadratmeterpreis im Vergleich zu 2017, während er in Bremen-Stadt um satte 15 Prozent anstieg.

Für ein freistehendes Ein- oder Zweifamilienhaus aus dem Altbestand legte der Käufer durchschnittlich 327.000 Euro auf den Tisch. Das entspricht einer Steigerung von 6,6 Prozent. Auch Reihenhäuser sind mit durchschnittlich 229.000 Euro teurer geworden, um 4,9 Prozent. Einen Ausreißer gibt es bei den Doppelhaushälften: Sie kosten rund 233.000 Euro und damit drei Prozent weniger als 2017.

Neu gebaute Wohnungen 11,2 Prozent teurer

Wer in Bremen eine Wohnung kaufen will, muss ebenfalls immer tiefer in die Tasche greifen. Neu gebaute Eigentumswohnungen waren 2018 11,2 Prozent teurer als im Vorjahr. Erstverkäufe "fanden 2018 weit überwiegend in guten und sehr guten Wohlagen statt", so der Bericht. Hier lag der Quadratmeterpreis 2018 bei 4.448 Euro. Der durchschnittliche Kaufpreis für weiterverkaufte Eigentumswohnungen stieg von 2017 auf 2018 um rund 9 Prozent auf 132.000 Euro bei einer durchschnittlichen Wohnfläche von 70 Quadratmetern.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 15. Juli 2019, 19:30 Uhr