IG-Metall-Chef droht Arbeitgebern bei Kundgebung in Bremen

  • IG-Metall-Chef: "Wir werden kräftiger antreten"
  • Am Donnerstag startet die nächste Verhandlungsrunde
  • Gewerkschaft will von Arbeitgebern besseres Angebot
Video vom 16. März 2021
Am Bremer Standort von Airbus demonstrieren Beschäftigte für mehr Geld.
Bild: Radio Bremen | Jens Otto
Bild: Radio Bremen | Jens Otto

In der stockenden Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie im Norden droht die IG Metall mit einer Ausweitung des Arbeitskampfes. "Wenn es bis Ostern kein Ergebnis gibt, werden wir kräftiger antreten", sagte der Bundesvorsitzende der IG Metall, Jörg Hofmann, bei einer Kundgebung vor dem Bremer Werk des Flugzeugbauers Airbus. An dem Warnstreik beteiligten sich nach Angaben der IG Metall etwa 1.100 Beschäftigte.

Im Tarifbezirk Küste, der vom Norden Niedersachsens bis nach Mecklenburg-Vorpommern reicht, steht am kommenden Donnerstag die fünfte Verhandlungsrunde an. Im Tarifbezirk Niedersachsen ist es die vierte Runde. Nach so vielen Runden "müsste doch irgendwas mal auf dem Tisch sichtbar sein", sagte Hofmann. Die bisherigen Vorschläge der Arbeitgeber nannte er kein Angebot, sondern eine Provokation.

Hofmann: "Inflation kennt keinen Stillstand"

Die Arbeitgeber lehnen wegen der Corona-Krise bislang höhere Löhne in diesem Jahr ab. Sie haben wie in Nordrhein-Westfalen einen Mix aus Einmalzahlung und Tabellenerhöhung ab 2022 vorgeschlagen. Dagegen fordert die IG Metall ein Paket mit vier Prozent mehr Lohn plus Maßnahmen zur Sicherung von Arbeitsplätzen und Standorten.

"Die Inflation kennt keinen Stillstand trotz Corona", sagte Hofmann. Deshalb bräuchten die Kollegen einen Zuschlag. "Vier Prozent – das ist eine maßvolle Forderung in einer schwierigen Zeit", sagte er.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Nachmittag, 16. März 2021, 16 Uhr