Clan-Mitglied Ibrahim Miri will angeblich sein Leben ändern

  • BAMF-Mitarbeiter befragen Clan-Mitglied zu Asylantrag
  • Laut Spiegel-Online will Miri als Schlosser arbeiten
  • Er soll auch weitere Details seiner Rückkehr nach Bremen verraten haben
Der Angeklagte Ibrahim M. in einem Saal des Bremer Landgerichtes.  (Archivbild)
BAMF-Mitarbeiter haben Ibrahim Miri am Mittwoch zu seinen Gründen für den Asylantrag befragt.

Mitarbeiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) haben den nach Bremen zurückgekehrten Ibrahim Miri am Mittwoch in seiner Zelle zu seinem Asylantrag befragt. Nach Informationen von Spiegel-Online hat das Clan-Mitglied dabei betont, dass er sein bisheriges soziales Milieu verlassen will. Er habe bereits vor seiner Abschiebung in den Libanon eine Arbeit als Schlosser angenommen. Dieses Arbeitsverhältnis wolle er unbedingt fortsetzen, soll Miri gesagt haben.

In der Anhörung hat Ibrahim Miri nach Informationen von Spiegel-Online auch weitere Details seiner Rückkehr nach Bremen verraten. Zwei Tage nach seiner Ankunft im Libanon habe er erfahren, dass ein großer schiitischer Familienverband nach ihm sucht und ihn töten wolle. Deshalb habe er den Libanon bereits nach wenigen Tagen wieder verlassen – mit Hilfe von Schleppern, die ihm einen Pass verschafft hätten. Er sei dann nach Adana in die Türkei geflogen, weil dort Verwandte lebten. Drei Monate habe er dort verbracht. Dann hätten ihn Schlepper zusammen mit anderen Flüchtlingen in einem Lkw versteckt und nach Nürnberg gefahren. Von dort sei er weiter nach Bremen gereist.

Wohnung in der Langemarckstraße durchsucht

Laut Spiegel-Online sei es Ibrahim Miri bewusst gewesen, dass er mit einer Inhaftierung rechnen müsse. Trotzdem habe er sich in Bremen den Behörden gestellt. Am Donnerstag durchsuchten die Ermittler laut Staatsanwaltschaft Bremen eine Wohnung in der Langemarckstraße. Hintergrund seien Ermittlungen gegen Ibrahim Miri. Zu Details machte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Frank Passade, keine Angaben.

Das Bundesamt für Migration hatte eine schnelle Bearbeitung des Asylantrags angekündigt. Asyl sei ein Grundrecht und der Antrag werde entsprechend allen rechtlichen Vorgaben sorgfältig geprüft.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 5. November 2019, 19:30 Uhr