Hurricane-Festival beginnt im Unwetter

  • Die Konzerte haben wie geplant begonnen
  • Mehr Polizei und mehr Kontrollen sollen für mehr Sicherheit sorgen
  • Unwetter macht Bogen um Scheeßel
Dunkle Wolken über dem Hurricane-Festivalgelände.
So dramatisch sah das Festivalgelände in Scheeßel am Mittag aus. Mittlerweile melden die Veranstalter, dass sie die Hurricane-Gäste aufs Gelände lassen können.

Die Veranstalter hatten die Gäste wegen des aufziehenden Unwetters am Donnerstag gebeten, möglichst spät anzureisen. Am Donnerstagabend begann das Programm aber wie geplant mit den ersten Konzerten.

Schlechtes Wetter verzögert Festival-Start

Wegen Starkregen und heftiger Windböen wurden die Festivalgäste zunächst aufgefordert, in ihren Autos zu bleiben. Zahlreiche mit der Bahn angereiste Besucher wurden vorübergehend in einer Notunterkunft untergebracht.

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Obwohl das Gewitter schnell wieder abzog, kam der Anreiseverkehr im Anschluss nur langsam wieder in Gang. Rund um Scheeßel und auf den Routen zum Festivalort gab es laut Polizei lange Staus. Umgestürzte Bäume behinderten dort wie im Bahnverkehr die Anreise.

Festivalbesucher laufen über eine Wiese
Zwischendurch schien in Scheeßel immer wieder die Sonne. Bild: Michael Ihle

Etwa 80.000 Besucher werden bis Sonntagabend auf dem Festivalgelände erwartet. Deshalb wird es rund um die Autobahn 1 in Höhe Scheeßel voll. Auch in den Zügen zum Veranstaltungsort dürfte es wieder eng werden. Wer nur auf der Durchreise ist, sollte um das Gebiet deshalb einen großen Bogen machen, rät die Polizei.

Mehr Polizei und mehr Kontrollen

Daneben steht das Hurricane im Zeichen von Sicherheitsfragen – nicht zuletzt, weil das Festival "Rock am Ring" in Süddeutschland vor drei Wochen wegen Terrorverdachts unterbrochen wurde. Deshalb hat sich die Polizei entschieden, beim Hurricane mehr Personal einzusetzen als in den vergangenen Jahren. Wie viel genau, verrät sie aus taktischen Gründen nicht.

Blick von der Bühne auf das Festivalgelände im Regen
Am Nachmittag waren Campingplatz und Einlass zeitweise wegen starker Gewitter zeitweise geschlossen. Bild: Michael Ihle

Auch für die Festivalbesucher ändert sich etwas: Sie müssen mit strengeren Kontrollen und langen Wartezeiten rechnen. Turnbeutel und Rucksäcke sind auf dem Gelände verboten. Das gilt auch für volle Trinkflaschen – stattdessen werden Trinkwasserstellen eingerichtet.

Das Hurricane-Festival zählt zu den größten Musikfestivals Deutschlands. Traditioneller Abreisetag ist am Montag. Auch hier rechnet die Polizei schon ab dem frühen Morgen mit vollen Straßen und Zügen rund um Scheeßel.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 22. Juni 2017, 15 Uhr