Etappensieg vor Gericht: Kulturverein darf Bremer Hochbunker kaufen

  • Gericht lehnt Eilantrag der Bremer Straßenverkehrsgenossenschaft SVG ab
  • Damit dürfte der Kulturverein Zucker das Grundstück von der Stadt kaufen
  • SVG kann das aber noch vor dem Oberverwaltungsgericht anfechten
Bunker des Kollektivs Zucker
Der Hochbunker in der Überseestadt kann an das Kulturnetzwerk Zucker verkauft werden – das hat nun das Verwaltungsgericht Bremen bestätigt.

Die Bremer Straßenverkehrsgenossenschaft (SVG) ist mit ihrem Eilantrag gegen den Verkauf des Hochbunkers im Stadtteil Walle gescheitert. Damit bestätigt das Verwaltungsgericht Bremen, dass der Kulturverein Zucker das Grundstück von der Stadt kaufen darf.

Der Verkauf des Grundstücks an einen Verein für kulturelle Projekte bringe für ein Unternehmen aus der Logistikbranche keinen Wettbewerbsnachteil – unter anderem damit begründete das Verwaltungsgericht, warum es den Eilantrag der SVG abgelehnt hat.

Entscheidung noch nicht rechtskräftig

Mitte Juni hatte die Wirtschaftsdeputation dem Verkauf des Hochbunkers an das Kulturnetzwerk Zucker zugestimmt. Die SVG reichte Klage dagegen ein. Das Unternehmen sitzt in direkter Nachbarschaft des Hochbunkers und hatte schon mehrfach selbst Interesse an einem Kauf gezeigt. Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts gegen den Eilantrag ist vorerst nicht rechtskräftig. Die SVG kann noch Beschwerde einlegen und den Fall vor das Oberverwaltungsgericht bringen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 12. September 2018, 15 Uhr