Hitze sorgt für knappes Wasser im Nordwesten

  • Haushalte verbrauchen ein Drittel mehr Wasser, als üblich
  • Einige Leitungen bleiben stundenweise buchstäblich trocken
  • Verband appelliert: Wasser nur zum Trinken nutzen – nicht für den Garten!
Ein Wasserglas wird unter einem Wasserhahn gefüllt.
Der Wasserverband ruft die Verbraucher auf, Wasser nur zum Trinken zu nutzen.

Die Hitze in Deutschland führt dazu, dass die Menschen mehr Wasser verbrauchen. Dadurch saßen einige Haushalte in Lohne bei Vechta stundenweise auf dem Trockenen. In bestimmten Straßenzügen gibt es abends zwischen 19 und 22 Uhr kein Wasser, sagte Gunnar Meister, Sprecher des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV), in Brake. Eine neue Leitung sei schon in Bau, sie soll im September fertig sein. Auch in Emstek bei Cloppenburg komme es zeitweise zu Engpässen.

Üblicherweise werden im Gebiet dieses Wasserverbands täglich 220.000 Kubikmeter Wasser verbraucht. Am Dienstag wurden jedoch 324.000 Kubikmeter benötigt. Dadurch blieben einige Leitungen trocken. "Wir appellieren an die Trinkwassernutzer: Nutzt das Wasser zum Trinken und nicht, um damit den Rasen zu bewässern", sagte Meister.

Auch der Landkreis Emsland und die Stadtwerke Osnabrück riefen zu einem sorgsamen Umgang mit Wasser auf. In Osnabrück seien in den vergangenen zwei Tagen wieder Spitzenwerte beim Wasserverbrauch verzeichnet und vorsorglich weitere Brunnen in Betrieb genommen worden, sagte Sprecher Marco Hörmeyer. "Auch wir rufen zu einem bewussteren Umgang mit Wasser auf." Wasser sei ein knappes Gut und sollte nicht zum Befüllen von Pools benutzt werden, sagte Hörmeyer.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 26. Juni 2019, 23:30 Uhr