Bremer Innenbehörde bestätigt Razzia gegen Hisbollah-Unterstützer

  • Wohnungen in Gröpelingen und Hemelingen wurden durchsucht
  • Grund ist das bundesweite Verbot von drei Unterstützer-Vereinen der Hisbollah
  • Beamte beschlagnahmten Computer, Handys und Geld
Audio vom 19. Mai 2021
Ein Polizist steht an einem Polizei-Transporter.
Bild: DPA | Markus Klümper
Bild: DPA | Markus Klümper

Die Bremer Innenbehörde hat Hausdurchsuchungen wegen mutmaßlicher Terrorfinanzierung bestätigt. Die Aktion am Mittwochmorgen stand in Zusammenhang mit dem bundesweiten Verbot von drei Vereinen, die Geld für die Terrororganisation Hisbollah gesammelt haben sollen.

Zahlreiche Einsatzkräfte haben am frühen Morgen zwei Wohnungen in den Bremer Stadtteilen Gröpelingen und Hemelingen durchsucht. Dabei wurden Computer, Handys und Geld beschlagnahmt. Außerdem stellten die Ermittler Dokumente sicher, die nun auf Hinweise wegen möglicher Terrorfinanzierung geprüft werden. Festgenommen wurde niemand.

Durchsuchungen auch in Delmenhorst

Bereits vor gut einem Jahr hatte es eine ähnliche Razzia bei mutmaßlichen Hisbollah-Unterstützern in der Bremer Neustadt gegeben. Der Verfassungsschutz zählt in Bremen aktuell etwa 50 Personen, die als Förderer der schiitischen Terrormiliz gelten.

Auch in Niedersachsen wurden heute Wohnungen durchsucht, unter anderem in Delmenhorst. Einer der drei jetzt verbotenen Vereine mit dem Namen "Gib Frieden e.V.", hatte dort seinen Hauptsitz.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 19. Mai 2021, 19:30 Uhr