Bremer Hilfsfonds soll Strom-, Wasser- und Gassperren verhindern

  • Bremer Senat will bei drohenden Strom, Gas- und Wassersperren helfen
  • Neuer Härtefallfonds soll eingerichtet werden
  • Anspruchberechtigt sind beispielsweise Hartz-4-Empfänger
Mit einem Schloss gesperrter Stromzähler (Symbolbild)
Die Hilfe aus dem Härtefallfonds darf nur einmal in Anspruch genommen werden. (Symbolbild) Bild: Imago | Star-Media

Bürger im Land Bremen, denen eine Strom-, Gas- oder Wassersperre droht, sollen Geld aus einem neuen Härtefallfonds erhalten können. Über die Details wird der Senat voraussichtlich kommende Woche auf seiner Sitzung beraten. Der Härtefallfonds soll mit insgesamt 250.000 Euro ausgestattet werden. Bremens Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) geht davon aus, dass davon pro Jahr etwa 30.000 Euro beansprucht werden.

Anspruch auf Hilfe aus dem Härtefallfonds sollen Hartz-4-Empfänger und Personen haben, die eine besondere Härte geltend machen können. Das können beispielsweise Krankheiten, Behinderungen oder eine Pflegebedürftigkeit sein. Ebenso, wenn auch Minderjährige in einem Haushalt von einer Energie- oder Wassersperre betroffen wären. Der drohende Verlust der Wohnung oder des Arbeitsplatzes soll ebenfalls zu Ansprüchen aus dem Fonds berechtigen.

Die Gas, Strom- oder Wasserrechnung soll aber nur einmalig übernommen werden. Keine Ansprüche soll dagegen bekommen, wer beispielsweise einen unverhältnismäßig hohen Verbrauch hat. Zwar konnte durch bisherige staatliche Hilfen die Zahl der Versorgungssperren in den vergangenen fünf Jahren im Land Bremen fast halbiert werden – trotzdem waren im vergangenen Jahr noch mehr als 4.000 Haushalte in Bremen und Bremerhaven davon betroffen. 

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 20. November 2020, 16 Uhr