Hausarzt soll für Corona-Ausbruch in Vechta mit verantwortlich sein

  • Arzt hat angeblich Patienten behandelt, obwohl er Symptome hatte
  • Behörden untersuchen derzeit mehr als 200 Patienten des Arztes
  • Inzidenzwert im Kreis Vechta ist wieder unter die Marke von 200 gefallen
Doktor mit Stethoskop.
Ein Hausarzt im Kreis Vechta soll Patienten behandelt haben, obwohl er bereits Symptome hatte. Bild: Imago | Aviation-Stock

Der Corona-Ausbruch im Landkreis Vechta geht nach Einschätzung des niedersächsischen Krisenstabs auch auf einen erkrankten Arzt zurück. "Da hat ein Hausarzt weiter behandelt, obwohl er Symptome hatte", sagte Krisenstabsleiter Heiger Scholz am Donnerstag im Gesundheitsausschuss des Landtags. Das Gesundheitsamt untersuche derzeit mehr als 200 Patienten, die der Arzt in dieser Zeit noch betreut habe. Scholz sprach von einem besonders peinlichen Fall.

Da fällt einem nicht mehr viel zu ein.

Helger Scholz

Scholz zufolge geht der hohe Inzidenzwert im Landkreis auf drei Infektionsketten zurück: Neben dem Hausarzt habe eine junge Mutter, die nach der Geburt gemäß den Corona-Regeln nacheinander mehrere Freunde und Verwandte zu Besuch hatte, zur Verbreitung des Virus beigetragen. Außerdem hätten sich über familiäre Kontakte mehrere Menschen in Behindertenwerkstätten in der Region angesteckt. Gestern hatte der Inzidenzwert im Kreis Vechta die Marke von 200 überschritten. Das war der höchste Wert in Niedersachsen. Heute ist dieser Wert wieder gefallen. Das Landesgesundheitsamt gibt ihn mit 183,5 an.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 11. Februar 2021, 23:30 Uhr