Corona drückt Umsatz bei 41 Prozent der Bremer Handwerksbetriebe

  • Handwerkskammer veröffentlicht Konjunkturumfrage
  • Baugewerbe bislang kaum von Pandemie betroffen
  • Zukunftserwartungen sind weitgehend zuversichtlich
Ein Winkelschleifer, der Funken sprüht
Auf das Bau- und Ausbaugewerbe hat die Corona-Pandemie bislang kaum Auswirkungen. Bild: DPA | Christoph Hardt/Geisler-Fotopress

Rund 41 Prozent der Handwerksbetriebe im Land Bremen haben aktuell mit Corona-bedingten Umsatzverlusten zu kämpfen. Das geht aus der Frühjahrsumfrage der Handwerkskammer hervor. Bei der vergangenen Umfrage im Herbst waren es mit damals 23 Prozent deutlich weniger. Betroffen ist vor allem der Bereich der personenbezogenen Dienstleistungen – wie beispielsweise Friseure, Kosmetiker oder der Fahrzeugverkauf. Auf das Bau- und Ausbaugewerbe in Bremen hat die Pandemie demnach bislang kaum Auswirkungen. "Die Handwerkskonjunktur hat sich im Winter 2020/21 zwar abgekühlt, insgesamt bleibt das Handwerk aber ein relativ konstanter Wirtschaftszweig", sagte Oliver Kriebel, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Bremen, einer Mitteilung zufolge.

Besonders in diesen Zeiten zeigt sich das Handwerk im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen wie dem Einzelhandel oder der Gastronomie äußerst krisenstabil.

Oliver Kriebel, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Bremen

Die Zukunftserwartungen der Handwerksbetriebe hinsichtlich der allgemeinen Geschäftslage sind der Umfrage zufolge meist zuversichtlich: 85 Prozent der befragten Betriebe rechneten mit einer gleichbleibenden oder positiven Geschäftsentwicklung. Die Investitionsbereitschaft ist angesichts der Pandemie allerdings rückläufig, viele Betriebe warten laut Handwerkskammer zunächst ab und sichern dadurch ihre Liquidität.

Bremer Handwerker schlagen Alarm: Baustoff-Preise schießen in die Höhe

Video vom 28. April 2021
Mehrere Holzbretter in einer Seitenansicht übereinander gestapelt.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 4. Mai 2021, 17 Uhr