Senatoren aus Hamburg und Bremen bekräftigen Wunsch nach Häfenfusion

Audio vom 24. September 2021
Eine Luftaufnahme zeigt ein Schiff und Container im Hafen.
Bild: DPA | Carmen Jaspersen
Bild: DPA | Carmen Jaspersen
  • Senatoren geben gemeinsame Erklärung ab
  • Gutachter sehen Wettbewerbsvorteile
  • Verhandlungen zwischen Hafenunternehmen stocken

Die Häfen- und Finanzsenatoren und -senatorinnen aus Bremen und Hamburg stehen weiter hinter einer Zusammenlegung der Häfen. Das teilten sie an diesem Freitag in einer gemeinsamen Erklärung mit. Ein Hafenverbund ist nach Ansicht der Senatoren sinnvoll und stärke die maritimen Standorte in der Deutschen Bucht.

Ein möglicher Zusammenschluss der Häfen von Bremen und Hamburg bringt auch nach Einschätzung mehrerer Gutachter deutliche Wettbewerbsvorteile. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Institutes für Seeverkehrslogistik ISL und der Unternehmensberatung Roland Berger.

Verhandlungen stocken

Die Verhandlungen zwischen den Hafenunternehmen stocken zurzeit, offenbar können sich die Manager nicht einigen. Unter anderem geht es auch um die Frage, wo der künftige Sitz einer gemeinsamen Gesellschaft sein soll, in Bremen oder Hamburg. Die Politik fordert eine Zusammenarbeit der Unternehmen, um sich gegenüber ausländischen Häfen und großen Reeder-Allianzen neu aufzustellen. So könnten mehr Marktanteile und Jobs gesichert werden, heißt es.

Zuletzt hatte der Hamburger Logistik-Milliardär Klaus-Michael Kühne an Bremen und Hamburg appelliert, die Häfen-Fusion voranzutreiben. Er bot auch an, sich finanziell zu beteiligen.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 23. September 2021, 16 Uhr