Gutachten nennt Seute Deern "konstruktiven Totalschaden"

  • Schiff kann laut Gutachten nicht transportiert werden
  • Drei Viertel der Schiffsmasse müssten bei Sanierung ersetzt werden
  • Stiftungsrat berät nächste Woche in einer Sondersitzung über die Zukunft des Schiffes
Seute Deern im Hafen. Sie wird durch rote Luftkissen gestützt.
Ungewisse Zukunft: Laut eines Gutachtens ist die "Seute Deern" in sehr schlechtem Zustand. (Archivbild)

Um die "Seute Deern" steht es offenbar nicht gut. Ein Gutachten, das am Freitag vorgelegt wurde, kommt zu dem Schluss, dass das Schiff ein "konstruktiver Totalschaden" ist. Für die Instandsetzung der "Seute Deern" rechnen die Gutachter mit demselben Aufwand wie bei einem Neubau. Ihnen zufolge wären für eine Sanierung rund drei Viertel der reinen Schiffsmasse zu ersetzen.

Die Gutachter sollten auch die Frage klären, ob ein Transport des Schiffes zu einem Schwimmdock möglich wäre. Sie kommen in ihrem Bericht zu dem Schluss, dass dies "mit großer Wahrscheinlichkeit zu einer erneuten Havarie des Schiffes führen würde". Über den weiteren Umgang mit der "Seute Deern" soll der Stiftungsrat des Deutschen Schifffahrtsmuseums am nächsten Mittwoch in einer Sondersitzung beraten.

Bereits Ende September war ein erstes Gutachten zu dem Ergebnis gekommen, dass die "Seute Deern" abgewrackt werden sollte. Der Sprecher des Bremer Wissenschaftsressorts, Tim Cordßen, hatte damals gesagt, "dass der technische Zustand so ist, dass es in Richtung Abwracken" geht. Vor der endgültigen Enscheidung sollte aber noch eine zweite Meinung eingeholt werden. Diese liegt jetzt vor. Der Stiftungsrat muss jetzt eine endgültige Entscheidung treffen.

Rückblick: Nach Urteil des Gutachters: Wie geht es weiter für die "Seute Deern"?

Die Seute Deern in Bremerhaven

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 18. Oktober 2019, 19:30 Uhr