40 Jahre Greenpeace: Die spektakulärsten Aktionen in Bremen und umzu

Seit vier Jahrzehnten setzt sich Greenpeace für Umwelt- und Tierschutz ein, auch in Bremen und Umgebung. Wir erinnern an 5 aufsehenerregende Aktionen.

Aktivisten sitzen auf der Kuppel eines AKW, auf die ein Totenkopf gemalt ist.
Bild: Picture Alliance/ Ingo Wagner

1 1992: Blockadeturm vor Atommeiler Unterweser

Um den Transport von alten Brennelementen aus dem Atommeiler nach Sellafield zu verhindern, errichteten die Aktivisten einen elf Meter hohen Stahlmast auf den Bahnschienen vor dem Kraftwerk in der Wesermarsch.

2 2009: Aktion auf dem Atommeiler Unterweser

Im Juni 2009 kletterten etwa 20 Aktivisten auf die Kuppel des Atommeilers Unterweser bei Nordenham. Damit wollten sie auf sieben Atomkraftwerke (AKW) aufmerksam machen, die von der Umweltschützern als nicht genügend gegen Flugzeugabstürze und terroristische Angriffe geschützt eingeschätzt wurden.

Aktivisten stehen mit einer Flagge auf der Kuppel eines AKW.
Um gegen den Atommeiler zu protestieren kletterten die Aktivisten auf die Kuppel. Bild: DPA | Ingo Wagner

3 2012: Fischtrawler wird in Bremerhaven am Auslaufen gehindert

Mit einer Kette an der Schiffsschraube wurde im Januar 2012 der 117 Meter lange Fischtrawler "Jan Maria" am Auslaufen aus dem Fischereihafen von Bremerhaven gehindert. Einige der Umweltschützer befestigten sich außerdem an den Seilen am Bug des Fabrikschiffes. Damit wollte die Organisation unter dem Motto "Keine Steuergelder für Meereszerstörung" gegen die Fischfangpolitik protestieren.

Ein Schlauchboot fährt vor einem Frachter, an dessen Ketten sich Aktivisten hochhangeln.
Mit Schlauchbooten und Ketten hinderten die Aktivisten das Schiff daran, den Hafen zu verlassen. Bild: Picture Alliance/ Ingo Wagner

4 2018: Ein Rettungsring für den Roland

Auch in der Bremer Innenstadt machten die Aktivisten auf ihre Sache aufmerksam: Während der Umweltminister-Konferenz in Bremen verpassten sie der Roland-Statue einen Rettungsring. Denn gerade hier werde man in Zukunft den steigenden Meeresspiegel bemerken, wenn Deutschland seine Klimaziele nicht einhalte, argumentierte Greenpeace.

Demonstranten mit Plakaten bei der Umweltministerkonferenz.
Um den steigenden Meeresspiegen zu symbolisieren bauten die Greenpeace-Aktivisten einen Rettungsring für den Roland. Bild: Radio Bremen

5 2019: Aktivisten blockieren Frachtschiff mit SUVs an Bord

Mit Bannern und Fahnen blockierten Umweltschützer die Verladerampe eines Autotransporters. Damit wollten sie gegen Autohersteller protestieren, die sogenannte SUVs, also schwere und PS-starke Geländelimousinen, im Ausland bauen lassen und nach Deutschland verschiffen. "Diese Autos sind durch ihr hohes Gewicht und die großen Motoren deutlich klimaschädlicher als andere Pkw", sagte ein Greenpeace-Sprecher.

Greenpreace-Aktivisten stehen auf einer Rampe zu einem Autofrachter
Bis die Polizei eingriff konnten die SUVs das Schiff nicht verlassen. Bild: Radio Bremen

Autorin

  • Rebecca Küsters

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 14. Oktober 2019, 7:10 Uhr