Gorch Fock frühestens 2019 wieder einsatzbereit

  • Reparatur des Segelschulschiffes verzögert sich
  • Marine schätzt Gesamtkosten auf 75 Millionen Euro
  • Schiffswand wird fast vollständig ausgetauscht
Als Führungsschiff der Einlaufparade zum Windjammertreffen "Sail 2010" passiert die Dreimastbark "Gorch Fock" der Deutschen Marine am Mittwoch (25.08.2010) das Klimahaus und das Sail City Hotel der Havenwelten in Bremerhaven.
Im August 2010 war die Gorch Fock bei der Sail in Bremerhaven zu Gast. Bild: DPA | Ingo Wagner

Die Reparaturarbeiten am Segelschulschiff Gorch Fock in einer Bremerhavener Werft verzögern sich weiter. Das Ausbildungsschiff der Deutschen Marine wird nach Radio-Bremen-Informationen frühestens 2019 wieder in Dienst gestellt.

Eigentlich sollte die Gorch Fock das Trockendock der Bremerhavener Bredo Werft im kommenden Frühjahr verlassen. Doch nun wird es mindestens September, teilten die Marine-Streitkräfte Radio Bremen mit. Offiziersanwärter könnten auf dem Schiff erst wieder Anfang 2019 ausgebildet werden.

Von der Leyen hatte ein Aus für die Gorch Fock in der Vergangenheit ausgeschlossen

Grund für die Verzögerungen: weiterer Reparaturaufwand. So wird die Schiffswand fast vollständig ausgetauscht. Außerdem bekommt die Gorch Fock ein neues Deckhaus. Die Gesamtkosten schätzt die Marine auf rund 75 Millionen Euro.

Ein Aus für die marode Gorch Fock hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen Anfang des Jahres ausgeschlossen. Das Schiff sei unverzichtbar in der seemännischen Tradition, so von der Leyen.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 12. Oktober 2017, 15 Uhr