Marineschulschiff "Gorch Fock" verlässt Bremerhaven

  • Schlepper bringen den Rumpf nach Berne
  • "Gorch Fock" war dreieinhalb Jahre in Bremerhaven
  • Wo das Schiff fertiggebaut wird, ist noch offen

"Gorch Fock" wird von zwei Schleppern nach Berne manövriert

Das halbsanierte Marineschulschiff "Gorch Fock" wird von Bremerhaven nach Berne an der Unterweser geschleppt. Dort wird der Rumpf des Traditionsseglers an einem Liegeplatz bei der Fassmer-Werft festgemacht. Das hat der Generalauftragnehmer, die Elsflether Werft, angekündigt. In den kommenden zwei Wochen soll entschieden werden, wo und mit welchen Subunternehmern das Schiff fertiggebaut wird. Der Rumpf ist derzeit nicht viel mehr als eine leere Stahlhülle; Masten und Aufbauten fehlen.

Schulschiff wurde erst nach einem Streit ausgedockt

In Bremerhaven hatte die "Gorch Fock" dreieinhalb Jahre im Dock gelegen und war erst am vergangenen Freitag wieder ins Wasser gelassen worden. Mit der Bredo-Werft hatte es noch in der vergangenen Woche Streit um das Ausdocken der "Gorch Fock" gegeben. Erst in letzter Minute einigte man sich. Die Bredo-Werft verlangt als Subunternehmerin der Elsflether Werft noch 10,5 Millionen Euro für Arbeiten am Schiff.

Das Bundesverteidigungsministerium hat beschlossen, die langwierige Sanierung des 61 Jahre alten Seglers trotz aller bislang aufgelaufenen Kosten zu vollenden. Im Herbst 2020 soll die Dreimastbark wieder segeln. Die Gesamtkosten sollen 135 Millionen Euro nicht übersteigen. Die Marine bildet auf dem Schiff ihre Offiziersanwärter seemännisch aus.

Ausgedockt: "Gorch Fock" verlässt Bredo-Werft

Eine Aufnahme der ausgedockten Gorch Fock.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 27. Juni 2019, 6 Uhr