Verursachten Impflücken den Corona-Ausbruch in Altenheim in Weyhe?

Audio vom 9. September 2021
In einem Altenheim hilft eine Pflegekraft einer Frau an einem Rollator.
Bild: DPA | Sina Schuldt
Bild: DPA | Sina Schuldt
  • Fast alle 52 Heimbewohner waren geimpft
  • Offenbar waren nicht alle Mitarbeiter des Heims geimpft
  • Gesundheitsamt: Ausbruch verläuft milder als Ausbrüche vergangenes Jahr

Die Gesundheitsbehörde des Landkreises Diepholz untersucht, wie es zu dem Corona-Ausbruch in einem Altenheim in Weyhe kommen konnte. Dort haben sich seit Ende August 52 der insgesamt 86 Bewohner mit der Delta-Variante des Coronavirus infiziert. Weitere 14 Infektionsfälle gibt es unter den Mitarbeitenden der Einrichtung.

Bis auf eine Ausnahme waren laut einer Sprecherin des Landkreises alle infizierten Bewohner gegen Corona geimpft. Allerdings sei das bereits ein halbes Jahr her, der Schutz lasse möglicherweise nach, meinte die Diepholzer Kreisrätin Ulrike Tammen. Von den 14 infizierten Mitarbeitern des Heims waren offenbar waren nicht alle geimpft. Sie hätten sich aber jeden Tag getestet, heißt es vom Landkreis.

Fast täglich neue Corona-Infektionen

Seit etwa zwei Wochen meldet die Einrichtung fast täglich neue Corona-Infektionen. Seit dem 25. August mussten bereits neun Bewohner ins Krankenhaus, einige von ihnen liegen noch auf der Intensivstation – vier wurden den Angaben zufolge wieder entlassen. Laut des Gesundheitsamtsleiters im Kreis Diepholz verläuft der jetzige Ausbruch in Weyhe aber im Vergleich zu ähnlichen Fällen im vergangenen Winter deutlich milder.

Nachdem es zunächst hieß, das Heim sei unter Quarantäne gestellt worden, teilte der Landkreis jetzt mit, dass das Leben der Bewohnerinnen und Bewohner möglichst wenig beeinträchtigt werden soll und Besuche möglich bleiben. Das Kreisgesundheitsamt beobachtet das Infektionsgeschehen weiter und steht im Kontakt mit der zuständigen Landesbehörde.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 9. September 2021, 7 Uhr