Verhandlungen beginnen: 445 Jobs bei Airbus in Bremen auf der Kippe

  • Geschäftsführung und IG Metall treffen sich heute in Hamburg
  • Gewerkschaft will betriebsbedingte Kündigungen verhindern
  • In Bremen geht es konkret um 445 Stellen
Ein Airbus-Mitarbeiter steht an einem Triebwerk in einer Montagehalle
Airbus und IG Metall verhandeln heute über den von der Unternehmensspitze geplanten Stellenabbau. In Bremen arbeiten 445 Menschen für Airbus. Bild: Imago | imagebroker

Beim Flugzeughersteller Airbus beginnen am Vormittag die entscheidenden Gespräche über den geplanten Stellenabbau. In Hamburg treffen sich Geschäftsführung und IG Metall zum ersten Mal. Der Konzern hat angekündigt, rund 5.000 Stellen allein in Deutschland zu streichen. Die Gewerkschaft will betriebsbedingte Kündigungen verhindern.

Airbus-Chef Guillaume Faury hatte wiederholt Entlassungen ins Spiel gebracht, weil die Krise bei den Fluggesellschaften tiefer ginge als bisher befürchtet. Airbus fehlen Neuaufträge. Deswegen reiche ein freiwilliger Stellenabbau allein nicht aus, so Faury. Die Gewerkschaft hat indes andere Vorschläge: Sie bringt Kurzarbeit und unter anderem die Vier-Tage-Woche ins Spiel, um Kündigungen noch zu verhindern.

Kernbereich könnte an andere Werke abgegeben werden

Man müsse jetzt "in den Verhandlungen eine Lösung finden", heißt es von der IG Metall. Im Bremer Werk geht es konkret um 445 Stellen, weitere bei der Konzerntochter Premium Aerotec – allein im Werk Nordenham 1.100 Stellen.

Am Standort Bremen gibt es außerdem Befürchtungen, den Kernbereich Flügelausrüstung an andere Werke abgeben zu müssen. Hier erwarte man "ein klares Bekenntnis zur Zukunft des Standorts" heißt es vom Airbus-Betriebsrat – denn die Flügelausrüstung gilt als einer der Schlüsselbereiche im Konzern.

Aktionstag bei Airbus: IG Metall sieht Standort in Gefahr

Video vom 8. September 2020
Mehrere Personen mit Flaggen der IG-Metall stehen vor einer Bühne und kämpfen für sichere Arbeitsplätze.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Morgen, 24. September 2020, 7 Uhr