Mutterkonzern der Bremerhavener Lloyd-Werft finanziell angeschlagen

  • Genting Hong Kong teilt mit, Zahlungen vorübergehend einzustellen
  • Konzern leidet an den Folgen der Corona-Pandemie
  • Auswirkungen auf Bremerhavener Lloyd-Werft unklar
Blick auf die blaue Wand eines Schwimmdocks mit dem Schriftzug "Lloyd Werft Bremerhaven".
Die Lloyd-Werft gehört zum Genting Konzern in Hong Kong. Ob dessen finanzielle Schwierigkeiten sich in Bremerhaven auswirken, ist unklar. Bild: DPA | Ingo Wagner

Der Konzern Genting Hong Kong, zu dem die Bremerhavener Lloyd-Werft gehört, ist offenbar in finanziellen Schwierigkeiten. Das Unternehmen hat angekündigt, alle Zahlungen an Banken und andere Gläubiger vorübergehend einzustellen. Ob das Auswirkungen auf die Lloyd-Werft hat, ist unklar. Er könne dazu nichts sagen, das Geschäft laufe, sagte ein Sprecher der Werft zu buten un binnen. Die MV-Werften in Mecklenburg-Vorpommern, die ebenfalls zu Genting gehören, geraten offenbar weiter unter Druck.

Wie der NDR Mecklenburg-Vorpommern berichtet, laufen Gentings Geschäfte coronabedingt weiter schlecht. Das Unternehmen verdient kein Geld mit Kreuzfahrten, Freizeitparks oder Spielcasinos. Die Schulden betragen 3,4 Milliarden Dollar. Genting will mit einem Sparkurs gegensteuern und setzt auf das Verständnis der Gläubiger. Ziel sei es, frisches Kapital zu gewinnen. Der Erfolg sei aber ungewiss, heißt es in der Unternehmensmitteilung. Auf frisches Kapital setzen auch die MV-Werften in Wismar, Rostock und Stralsund. Sie wollen 570 Millionen Euro aus dem Corona-Rettungsschirm des Bundes.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Die Rundschau am Nachmittag, 21. August 2020, 16 Uhr