Wegen Corona: Bremer Klinikverbund macht Minus von 1,8 Millionen Euro

  • Verlust im ersten Quartal fällt geringer aus als erwartet
  • Klinikverbund Geno rechnete eigentlich mit Minus von 3,8 Millionen Euro
  • Geschäftsführung: Sanierungskonzept zeigt Wirkung
Schriftzug "Gesundheit Nord - Klinikverbund Bremen" vor dem Klinikum Bremen-Mitte (Achivbild)
Wegen der Corona-Pandemie häufte die Geno im ersten Quartal ein Minus von 1,8 Millionen Euro an. (Archivbild)

Der angeschlagene Bremer Klinikverbund Gesundheit Nord (Geno) hat mit den finanziellen Folgen der Corona-Krise zu kämpfen. Das erste Quartal des laufenden Jahres beendete die Betreiberin der städtischen Kliniken mit einem Minus von 1,8 Millionen Euro. Allerdings fiel das Minus deutlich geringer aus als erwartet.

Die Geno hatte im ersten Quartal ein Minus von 3,8 Millionen Euro erwartet. Dass das Defizit nun trotz der Corona-Krise deutlich kleiner ausfällt, führt die Geschäftsleitung auf das jüngste Sanierungskonzept zurück. Mit diesem will die Geno, die seit Jahren auf Finanzspritzen des Landes angewiesen ist, die Wende schaffen. 2019 hatte das Unternehmen einen Gesamtverlust von 27,5 Millionen Euro angehäuft.

Geno-Krankenhäuser hatten Normalbetrieb eingestellt

Die vier Geno-Kliniken hatten ab Mitte März wegen der Corona-Ausbreitung ihren Normalbetrieb eingestellt und die meisten planbaren Operationen und Behandlungen verschoben. Gleichzeitig wurden neue Isolations-Zimmer geschaffen und zwei Corona-Ambulanzen aufgebaut. All das wird sich in der Geschäftsbilanz des jetzt laufenden Quartals deutlicher zeigen als im ersten Quartal.

Wegen der zusätzlichen Belastung hat die Landesregierung mittlerweile angekündigt, die Geno mit 30 Millionen Euro kurzfristig zu stützen. Mittlerweile fahren die Krankenhäuser ihren regulären OP-Betrieb wieder hoch. Die Geno betreibt ihre Häuser in Bremen mit mehr als 7.500 Beschäftigten.

Corona: Diese Verluste kommen auf Bremische Gesellschaften zu

Video vom 5. Mai 2020
Eine Nahaufnahme eines Absperrbandes des Bremer Flughafens.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 5. Juni 2020, 7 Uhr