Rekord-Defizit: Senatorin nimmt Geno-Geschäftsführung in die Pflicht

  • Personalmangel könnte zu Rekord-Defizit führen
  • CDU-Bürgerschaftsfraktion fordert umfassenden Bericht
  • Gesundheitssenatorin äußert sich im buten un binnen-Gespräch
Die Gesundheit Nord von oben aufgenommen mit einer Drohne.

Bremens neue Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Die Linke) hat das drohende Rekord-Defizit des Klinikverbundes Gesundheit Nord GmbH (Geno) "wenig überraschend, wenn auch gleichermaßen bedauerlich" genannt. Der Entwicklung müsse man entgegensteuern, sagte sie buten un binnen am Freitagabend. Mittels Umstrukturierungsmaßnahmen wolle man einen "Turning-Point" erreichen. Laut Bernhard muss nun die Geschäftsführung Stellung beziehen und deutlichen machen, woran es liegt und aufzeigen, wie solche Maßnahmen aussehen können. Man denke unter anderem über Spezialisierungen an den unterschiedlichen Standorten nach.

Zudem gab die Gesundheitssenatorin bekannt, dass sie sich entschlossen hätte, ihren Posten als Aufsichtsratsvorsitzende zu übernehmen. "Aus dem Grund, dass mir viel daran liegt, dass wir genau hinsehen können, wo wir Stellschrauben anlegen können und wie wir aus der Situation herauskommen", sagte sie zu buten un binnen.

CDU beantragt Sondersitzung

Aktuelle Geschäftszahlen deuten darauf hin, dass am Jahresende ein Verlust in Höhe von 17,7 Millionen Euro erwirtschaftet wird, was unter anderem auf den großen Personalmangel zurückzuführen ist, so die Geno. Rainer Bensch, der gesundheitspolitische Sprecher der CDU, sieht jetzt dringenden Handlungsbedarf. Es müsse eine Umstrukturierung erfolgen, um die Personalprobleme in den Griff zu bekommen. Deshalb hat die CDU-Bürgerschaftsfraktion eine Sondersitzung der Gesundheitsdeputation beantragt. Die CDU fordert einen umfassenden Bericht zur aktuellen Lage der Gesundheit Nord.

Ähnlich argumentiert auch die FDP. Sie bezeichnet die Finanzprobleme der Geno als großes Haushaltsrisiko. Deswegen müsse eine neue Ausrichtung der vier Kliniken überprüft werden.

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier News, 6. September 2019, 12 Uhr