Geno-Pläne sorgen für aufgeheizte Stimmung am Klinikum Bremen-Ost

  • Spontan einberufene Betriebsversammlung am Klinikum-Ost
  • Belegschaft ist unzufrieden mit Plänen der Geno-Geschäftsleitung
  • Diese will die Chirurgie am Standort schließen
Das Klinikum Bremen-Ost von draußen.

Die Mitarbeiter am Klinikum Bremen-Ost sind unzufrieden mit den Ideen der Geschäftsführung des Bremer Klinikverbunds Gesundheit Nord (Geno). Die will dem Aufsichtsrat am Freitag in einem Strategiepapier vorschlagen, die Chirurgie in Ost zu schließen und an das Klinikum Bremen-Mitte zu verlagern.

Am Donnerstagvormittag gab es dazu eine spontan einberufene Betriebsversammlung am Klinikum-Ost. Die Stimmung war aufgeheizt, schildert Betriebsrat Markus Rohdenburg. Denn die vorgelegten Pläne würden viele Fragen aufwerfen: Was passiert zum Beispiel mit der Inneren Medizin im Klinikum-Ost, wenn es keine Chirurgie mehr gibt? Wie soll das chirurgische Personal künftig eingesetzt werden?

Und: 2018 wurde die Chirurgie schon einmal geschlossen, erinnert sich der Betriebsrat. Das habe allerdings nicht funktioniert, die Chirurgie wurde bald wieder eröffnet. Warum man nun ein zweites Mal gegen den selben Baum fahren wolle, könne er sich nicht erklären. Auf der Betriebsversammlung war auch Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) anwesend. Sie wird als Aufsichtsratsvorsitzende der Geno mit darüber entscheiden, was aus den Plänen wird.

Rückblick: Geno bekommt finanzielles Polster in zweistelliger Millionenhöhe

Mitarbeiter des Gesundheit Nord bei der Versammlung.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 12. Dezember 2019, 16 Uhr