Das ändert sich beim Gelben Sack

In der Stadt Bremen wird das Verteilen und Einsammeln der Gelben Säcke für Verpackungsmüll neu organisiert. So werden künftig keine Wertmarken mehr verschickt.

Mitarbeiter werfen Gelbe Säcke mit wiederverwertbarem Hausmüll in einen Müllwagen.
In Aachen sammelt RMG bereits Gelbe Säcke ein – und ab Januar auch in Bremen. Bild: DPA | David Ebener

Für die Bremerinnen und Bremer soll in Sachen Gelber Sack vieles beim Alten bleiben. Das ist das Versprechen von Klaus Kögel, Geschäftsführer der RMG Rohstoffmanagement. Seine Firma mit Sitz in Eltville am Rhein ist ab dem 1. Januar 2018 für das Verteilen und das Einsammeln der Gelben Säcke in Bremen verantwortlich. Eine kleine Revolution in Bremen, denn mehr als 20 Jahre lang war das die Aufgabe der Firma Nehlsen. Aber bei der jüngsten deutschlandweiten Ausschreibung unterlag das Bremer Unternehmen dem Konkurrenten aus Hessen.

Auch künftig könnten Gelbe Säcke gegen Vorlage einer Wertmarke in mehr als 100 Ausgabestellen im gesamten Stadtgebiet abgeholt werden, sichert Kögel zu. Allerdings sollen künftig keine Wertmarken mehr per Post verschickt werden. "Die Verbraucher können ab Januar im Internet einen Code abrufen." Wer keinen Internetzugang habe, könne bei einer Hotline anrufen. Es reiche, sich den Code aus Buchstaben und Zahlen von der Seite abzuschreiben, auf dem Smartphone vorzuzeigen oder auch auszudrucken. In einer Übergangsphase bis zum 1. April könnten die Rollen mit den Gelben Säcken aber auch ohne Code abgeholt werden, so Kögel weiter.

Noch ist die Seite für den Abruf unter der Adresse www.rmg-gmbh.de nicht online. Aber Kögel versichert, dass das rechtzeitig zum Jahresbeginn der Fall sei. Aus Datenschutzgründen würden kein Name und keine Adresse abgefragt.

Nur eine Rolle mit zehn Gelben Säcken derzeit

Über Jahre war es so, dass die Bremerinnen und Bremer so viele Rollen mit gelben Säcken bekamen, wie sie Wertmarken abgaben. Augenblicklich ist die Ausgabe der Säcke für den Verpackungsmüll auf eine Rolle je zehn Säcke begrenzt – egal, wie viele Wertmarken vorgelegt werden. "Wir sind bis zum Jahreswechsel für den Gelben Sack verantwortlich", sagt Nehlsen-Sprecher Michael Drost. "Wir sorgen dafür, dass für den Dezember genügend Säcke verteilt werden."

Derzeit gibt es in Bremen nach Angaben von Drost 125 Ausgabestellen. Etwa zehn Millionen Säcke werden demnach in Bremen im Jahr eingesammelt und durchschnittlich entsorgt ein Bremer auf diesem Weg fast 36 Kilogramm Verpackungsmüll.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 7. Dezember 2017, 23:20 Uhr