A1-Geisterfahrer muss 750 Euro Strafe zahlen

  • Der 26-Jährige stand heute vor dem Amtsgericht in Vechta
  • Er war in Richtung Bremen auf der falschen Fahrbahn unterwegs
  • Acht Autos und ein Lkw in Unfall verwickelt
Geisterfahrer in rotem BMW auf Autobahn. (Fotomontage)
Wie lange der Fahrer tatsächlich auf der falschen Fahrbahn unterwegs war, ist unklar. (Fotomontage) Bild: DPA | Dirk v. Mallinckrodt

Für eine Geisterfahrt auf der A1 mit mehreren Unfällen hat das Amtsgericht Vechta den Täter zu einer Geldstrafe von 750 Euro verurteilt und eine befristete Führerscheinsperre erlassen. Der Tatbestand: Straßenverkehrsgefährdung und fahrlässige Körperverletzung. Der 26-jährige Student aus Enger bei Herford war Ende September bei Holdorf auf die Gegenfahrbahn geraten. Er selbst gab vor Gericht an, keine Erinnerung an den Vorfall zu haben. Sein Verteidiger sprach von einem Versehen.

Mit hoher Geschwindigkeit und ohne Warnzeichen sei er damals laut Polizei unterwegs gewesen und habe eine Spur der Verwüstung hinterlassen: Selbst als er schon drei Autos seitlich gerammt hatte, soll er immer weitergefahren sein, wobei er mit weiteren Fahrzeugen und schließlich mit einem LKW zusammenstoß. Insgesamt seien mindestens acht Autos beteiligt gewesen, meldete damals die Polizei. Der Gesamtschaden wurde auf über 100.000 Euro geschätzt.

Der Fahrer selbst wurde schließlich schwer verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in ein Osnabrücker Krankenhaus gebracht. In Lebensgefahr schwebte er nicht, er ist jedoch nach wie vor arbeitsunfähig. Ein weiteres Unfallopfer wurde leicht verletzt. Es bildeten sich kilometerlange Staus, die Autobahn zwischen Holdorf und Neuenkirchen-Vörden musste mehrere Stunden teils voll gesperrt werden.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 16. Mai 2019, 10:04 Uhr