Klinikum Bremen-Nord darf Frühchenstation vorerst behalten

Audio vom 11. Juni 2021
Eine Babyhand greift nach einem Finger
Bild: Imago | Martha Barreno
Bild: Imago | Martha Barreno
  • Gutachten befürwortet weiterhin Zentralisierung in Bremen-Mitte
  • Vorerst aber nur Umzug der Geburtshilfe vom Klinikum Links der Weser
  • Situation soll später neu bewertet werden

Die Frühgeborenenversorgung am Klinikum Bremen-Nord bleibt – zumindest vorerst. Das ist das Ergebnis eines Gutachtens, das der Senat in Auftrag gegeben hatte. Demnach ist die Zentralisierung der Neonatologie im Klinikum Mitte zwar nach wie vor die Wunschlösung. Laut Senat wolle man aber stufenweise darauf hinarbeiten.

Das bedeutet, dass zunächst die Geburtshilfe und die Neonatologie vom Klinikum Links der Weser ins Klinikum Bremen-Mitte verlagert wird. Die sogenannte Level-2-Versorgung bleibt aber in Bremen-Nord erhalten.

"Wie uns auch im Gutachten empfohlen wird, werden wir am neuen Standort das Eltern-Kind-Zentrum aufbauen und etablieren", erklärte Gesundheitssenatorin Claudia Berhard (Linke) laut einer Mitteilung. "Hier sind in den kommenden Monaten und Jahren sicherlich noch einige Anpassungen vorzunehmen." Gleichzeitig werde die Entwicklung beobachtet und schlussendlich neu bewertet. "Solange wird die Level-2-Versorgung auf jeden Fall in Bremen-Nord bleiben", sagte Bernhard.

Protest gegen Schließung der Geburtshilfe am Klinikum Links der Weser

Video vom 21. Mai 2021
Drei Personen laufen über den Bremer Marktplatz.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 11. Juni 2021, 19 Uhr