Papierverpackungen und Fisch-Alternativen drücken Gewinne bei Frosta

  • Jahresüberschuss des Tiefkühlherstellers Frosta geht deutlich zurück
  • Grund sind Eigenentwicklungen und hohe Einkaufskosten
  • Bremerhavener Unternehmen steigert Umsatz
Ein Papierbeutel wird von einer Maschine befüllt.
Die Investitionen in neue Verpackungen und pflanzliche Fisch-Alternativen haben den Gewinn von Frosta zurückgehen lassen. Bild: Frosta

Der Gewinn des Bremerhavener Tiefkühlherstellers Frosta ist 2019 auf 12,6 Millionen Euro zurückgegangen, im Vorjahr hatte er noch bei 20 Millionen Euro gelegen. Als Grund dafür gab der Konzern am Donnerstag hohe Kosten beim Einkauf von Rohfisch sowie Investitionen in Papierverpackungen und neue Produkte an. Bereits 2017 hatte das Unternehmen einen Gewinnrückgang verzeichnet. Laut Vorstand Hinnerk Ahlers hätten gestiegene Preise für Fisch nur zeitverzögert an Abnehmer weitergegeben werden können. Beim Umsatz konnte Frosta im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um 2,7 Prozent auf 523 Millionen Euro erwirtschaften. Treibende Kraft sei hier die Eigenmarke Frosta gewesen, die schneller als der Markt gewachsen sei.

Positive Entwicklung für 2020 erwartet

Bis Ende des Jahres will der Tiefkühlhersteller seine Verpackungen von Plastik- auf eigens entwickelte Papierbeutel umstellen. Die bereits angelaufene Umstellung habe deutlich mehr gekostet als erwartet. Ebenso sei die Entwicklung vegetarischer und veganer Ersatzprodukte für Gerichte wie Backfisch oder Fischstäbchen mit erheblichen Kosten verbunden gewesen. Im Laufe des Jahres sollen sie erstmals ausgeliefert werden. Die Mitarbeiterzahl des Unternehmens sei im In- und Ausland von 1.778 im Vorjahr auf 1.852 in 2019 gestiegen. An seinen Standorten in Deutschland und Polen habe man in Zukunftsprojekte investiert. Diese Summe sei jedoch von 37,3 Millionen Euro im Vorjahr auf 24,3 Millionen Euro in 2019 zurückgegangen. Für das Geschäftsjahr 2020 erwarte Frosta eine positive Umsatzentwicklung.

Wie läuft die Fisch-Produktion?

Video vom 11. April 2017
Unpanierte Fischstäbchen laufen über ein Fließband

Dieses Thema im Programm: buten un binnen um sechs, 27. Februar 2020, 18 Uhr