Corona bringt Bremerhavener Fischstäbchen-Produktion in Bedrängnis

  • Pandemie sorgt für Engpässe beim Fisch-Nachschub
  • Grund sind auch Corona-Fälle auf Fischtrawlern
  • Produktion in Bremerhaven läuft mit anderen Gerichten weiter
Ein Mensch mit Kittel und Handschuhen steht an einem Tisch mit Fischstäbchen.
Lieferengpass für Fischstäbchen: Frosta-Mitarbeiter in Bremerhaven produzieren zur Zeit verstärkt Pfannengerichte und Gemüsemischungen. Bild: DPA | Carmen Jaspersen

Der Bremerhavener Tiefkühlproduzent Frosta hat wegen der Corona-Krise mit Engpässen beim Fisch zu kämpfen. In Alaska, wo ein guter Teil der Rohware – etwa für Fischstäbchen – gefangen werde, sei es zu einigen Schwierigkeiten gekommen, sagte Finanzvorstand Maik Busse der "Nordsee-Zeitung". "In der Tat gibt es aktuell auf den internationalen Beschaffungsmärkten coronabedingte Lieferengpässe."

Corona und Quarantäne bremsen Fischtrawler aus

Immer wieder könnten große Fischtrawler wegen Corona-Erkrankungen der Besatzungsmitglieder oder Quarantäne-Bestimmungen nicht ausfahren. Das bedeute geringere Fangmengen. Schon ein einzelner Trawler könne Einfluss auf die Preise nehmen, weil die Schiffe lange auf Fangfahrt unterwegs seien und normalerweise mehrere Tausend Tonnen Fisch anlanden. Frosta setze darauf, dass sich die Lage durch die verstärkten Impf-Anstrengungen in den kommenden Wochen wieder normalisiere, sagte Busse.

Keine Auswirkung auf Beschäftigte in Bremerhaven

Auf die Beschäftigten in Bremerhaven habe die Fischknappheit allerdings keine Auswirkungen. Frosta habe gut zu tun – und in Bremerhaven werden nicht nur Fischstäbchen hergestellt. Die Mitarbeiter produzierten vor allem Pfannengerichte und Gemüsemischungen. Die Anlagen seien ausgelastet und sorgten für ausreichend Beschäftigung.

Rückblick: Corona-Engpässe: In Bremerhaven kommen zu wenig Waren an

Video vom 15. Dezember 2020
Mehrere Produkte in einem Elektromarkt.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Nachmittag, 31. März 2021, 15:20 Uhr