Fridays for Future: Bremer Schüler beenden ihre einwöchige Mahnwache

  • Gruppe aus etwa 50 Schülern protestierte Tag und Nacht
  • Mahnwache wurde zwischenzeitlich von Polizei aufgelöst
  • Schüler ziehen positive Bilanz der Aktion
Eine Gruppe Schüler steht während einer Mahnwache vor der Bürgerschaft.

Um 14 Uhr geht die Mahnwache der Schüler der Fridays-for-Future-Bewegung vor der Bremischen Bürgerschaft zu Ende. Eine Woche lang protestierte die Gruppe im Schichtdienst – Tag und Nacht. Dafür hatte sie auf dem Marktplatz kampiert. Die Forderungen waren dabei dieselben wie schon bei den Fridays for Future-Demos in den vergangenen Monaten: mehr Klimaschutz, schnelleres Handeln auf Seiten der Politik.

Besonders der Regen der vergangenen Tage habe den Schülern zwischen 13 und 18 Jahren dabei zu schaffen gemacht, so eine Aktivistin. Sie ziehe aber eine positive Bilanz – man sei mit den Bürgern ins Gespräch gekommen und habe auf seine Ziele aufmerksam machen können. Inspiritation für die Mahnwache zogen die Bremer Schüler dabei aus Köln, wo ebenfalls Jugendliche vor dem Rathaus ihr Lager aufgeschlagen hatten.

Für Aufmerksamkeit hatte die Mahnwache in Bremen am Montag gesorgt. Zu diesem Zeitpunkt war die Veranstaltung nämlich noch nicht angemeldet – die Folge war ein Polizeieinsatz in der Nacht, bei dem sich die Beamten mit Schülern und Eltern letztlich darauf einigten, die Veranstaltung abzubrechen. Polizeipräsident Lutz Müller besuchte daraufhin am Dienstag die Schüler, um sich bei Ihnen zu entschuldigen. Er erklärte, dass die Beamten die Veranstaltung nicht hätten abbrechen müssen. Seitdem verlief alles ohne besondere Vorkommnisse, so die Polizei Bremen, die vor Ort regelmäßig nach dem Rechten sah.

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Bremen Vier läuft, 12. Juli 2019, 13:15 Uhr