Geplanter Flughafen-Streik auch in Bremen – Kritik an Verdi

  • Flughafenverband kritisiert den morgen geplanten Streik als überzogen
  • Verdi weist das zurück und verweist auf die frühe Ankündigung
  • In Bremen fallen zahlreiche Verbindungen aus
Mitarbeiter des Sicherheitspersonal streiken am Flughafen in Bremen.
Am Dienstag ist das Sicherheitspersonal des Bremer Flughafens aufgerufen, zu streiken. Verdi fordert bundesweit eine einheitliche Bezahlung von 20 Euro pro Stunde (Archivbild). Bild: DPA | Carmen Jaspersen

Der Flughafenverband macht der Gewerkschaft Verdi Vorwürfe wegen der Warnstreiks beim Sicherheitspersonal. Mindestens 220.000 Passagiere sind nach Angaben des Verbandes von den geplanten Arbeitsniederlegungen am kommenden Dienstag betroffen. Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel sagte: Die Streiks bis zum Exzess auszudehnen sei unverantwortlich.

Die Gewerkschaft Verdi spielte den Ball an zurück: Man sei sich der Härten für die Passagiere bewusst, sagte eine Sprecherin. Sie betonte aber, dass die Gewerkschaft die Streiks frühzeitig angekündigt und auch die Ferien ausgeschlossen habe. Da die Arbeitgeber kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt hätten, sei man nun zu den Streiks gezwungen.

Die Gewerkschaft fordert für die bundesweit 23.000 Beschäftigten im Bereich der Passagier-, Fracht-, Personal- und Warenkontrolle eine einheitliche Bezahlung von rund 20 Euro pro Stunde. An acht Flughäfen hat Verdi für Dienstag zu Warnstreiks aufgerufen, darunter Frankfurt Hamburg, Hannover und auch Bremen. Schon in der vergangenen Woche hatte es an mehreren Flughäfen Streiks gegeben.

In Bremen fallen zahlreiche Flüge aus. Bereits jetzt steht fest, dass alle Verbindungen nach Frankfurt, München, Amsterdam und Stuttgart betroffen sind. Insgesamt fallen 27 von 58 Flügen weg. Ob das alle Ausfälle sein werden, ist noch unklar.

Warnstreiks am Bremer Flughafen für Dienstag angekündigt

Der Bremer Flughafen von außen.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 14. Januar 2019, 6 Uhr