Bremer Flughafen erhält Finanzspritze vom Bund

  • Bundesländer stimmen Rettungspaket von 1 Milliarde Euro zu
  • Bund und Länder sollen sich Finanzierung zur Hälfte teilen
  • Bremen hatte seinen Flughafen bereits mit 30 Millionen Euro unterstützt
Logo mit des Bremer Flughafens
Durch den zweiten Lockdown ist das Treiben am Bremer Flughafen zurzeit auf ein Minimum heruntergefahren. Bild: DPA | Hauke-Christian Dittrich

Das geplante Corona-Paket für die deutschen Flughäfen hat eine wichtige Hürde genommen. Die Länder-Finanzminister haben dem Vorschlag des Bundes für Finanzhilfen in Höhe von einer Milliarde Euro zugestimmt. Bund und Länder sollen sich die Finanzierung – jeweils zur Hälfte – teilen.

14 von 16 Bundesländern tragen den Plan mit, darunter auch Bremen. Wie groß die Finanzspritze am Ende für den Bremer Flughafen ausfallen wird, ist allerdings noch unklar. Ein Verteilungsschlüssel ist nach Angaben des Finanzressorts noch nicht festgelegt. Unklar ist auch, ob Bremen tatsächlich die Hälfte wird übernehmen müssen -- denn bereits gezahlte Hilfen werden berücksichtigt. Bremen hatte den Flughafen im vergangenen Jahr mit 30 Millionen Euro in der Corona-Krise unterstützt. Der Flughafen hatte 2020 gegenüber dem Vorjahr 74 Prozent seiner Passagiere verloren.

Aufsichtsrats-Chef und Staatsrat Tim Cordßen (SPD) begrüßt die Ankündigung aus Berlin – und dass sich der Bund an den Kosten für die Offenhaltung der Verkehrsflughäfen während der Pandemie beteiligt. Damit sei eine Forderung umgesetzt, für die sich Bremen eingesetzt habe. Als nächstes muss jetzt Bundesfinanzminister Olaf Scholz den Anteil des Bundes von 500 Millionen Euro an dem neuen Rettungspaket freigeben.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 28. Januar 2021, 22 Uhr