Infografik

Diese Oscar-Gewinnerin eröffnet das Filmfest Bremen

Das fünfte Filmfest startet heute Abend. Wir zeigen, was das Fest dieses Jahr besonders macht und wie schnell es gewachsen ist.

Caroline Link neben einem historischen Filmprojektor.
Caroline Link hat 2003 einen Oscar gewonnen. Bild: Imago | Hartenfelser

Vor fünf Jahren war es noch eine ganz kleine Veranstaltung, die genau 24 Stunden dauerte. Mittlerweile hat sich das Filmfest Bremen zu einem viertägigen Termin entwickelt. Gezeigt werden etwa 120 Filme unterschiedlicher Länge aus 40 Ländern und fünf Kontinenten. Trotz der internationalen Öffnung der vergangenen Jahre liegt ein wichtiger Schwerpunkt immer noch auf Produktionen von Bremer Filmemachern oder mit Bremer Bezug.

Die diesjährige Ausgabe zeichnet sich vor allem durch die Verleihung des ersten "Großen Preis des Filmfests Bremen" aus. Doch auch diese weiteren Besonderheiten machen das Festival aus:

1 Caroline Link eröffnet das Festival

Zuschauer beim Filmfest Bremen
Angefangen hat alles im Jahr 2015: Die erste Ausgabe des Filmfests Bremen bestand aus einem 24-stündigen Filmmarathon. (Symbolbild) Bild: Theater Bremen | Jörg Landsberg

Die deutsche Regisseurin Caroline Link hat 2003 mit ihrem Film "Nirgendwo in Afrika" den Oscar für den besten fremdsprachigen Film gewonnen. Link wird auf dem Festival mit dem ersten Großen Preis des Filmfests Bremen ausgezeichnet. Der Preis widmet sich besonderen "filmischen Verdiensten für Humor und Satire". Die Jury begründet die Entscheidung mit dem tiefgreifenden Humor, der die Filme der 55-jährigen Regisseurin kennzeichnet. Zudem stelle sich mit dem Film "Der Junge muss an die frische Luft" ein besonderer Bezug zu Bremen her, teilte die Programmleiterin Ilona Rieke mit. Denn die Karriere des Protagonisten, Hape Kerkeling, habe einst bei Radio Bremen begonnen.

2 Ein Mops als Auszeichnung

Der Mops auf dem Loriot-Sofa aus Bronze vor dem Funkhaus von Radio Bremen.
Der Mops, der auch vor Radio Bremen verewigt ist, war Loriots Lieblingstier.

Laut den Organisatoren des Festivals ist dieser Wettbewerb in Deutschland einmalig: der internationale Wettbewerb für Filme aus den Bereichen Satire und Humor. Hier konkurrieren heimische und internationale Produktionen um den "Goldenen Mops" – in Erinnerung an das Lieblingstier des Komikers Loriot. Insgesamt werden beim Festival acht Preise in fünf Wettbewerbssparten vergeben.

3 In kurzer Zeit groß geworden

Das erste Mal wurde das Filmfest Bremen im Jahr 2015 veranstaltet. Und zwar als 24-stündiger Filmmarathon im Cinemaxx Bremen. Gezeigt wurden ausschließlich Filme von Bremer Autoren, mit Bremer Bezug oder im kleinsten Bundesland gedreht. Heute zeigt das Festival an vier Tagen und fünf Orten mehr als 120 Filme aus 40 Ländern. Einen Wettbewerb gab es auch damals schon: "Klappe!". Dafür sollten Kurzfilme binnen 48 Stunden gedreht werden. Der Preis besteht heute noch.

Entwicklung des Filmfest Bremen 4 T age 1 Location 2 T age 2019 2015 ca. 30 Filme ca. 40 Lände r , 5 K ontinente Deutschland 5 Stando r te ca. 120 Filme

4 Die Bremer Serienmörderin auf Leinwand

Ein Stein mit einem Kreuz darauf im Straßenpflaster.
Der Spuckstein auf dem Domshof erinnert an die Hinrichtung der Serienmörderin Gesche Gottfried.

Die Geschichte der Bremer Giftmörderin Gesche Gottfried ist Gegenstand des Films "Effigie – das Gift und die Stadt" vom Regisseur Udo Flohr. Er wurde als Independent-Produktion mit einem sehr geringen Budget gedreht – 400.000 Euro. Der Film feiert auf dem Filmfest seine Premiere.

5 Nicht nur Kino, sondern auch Musik

Dieses Jahr findet zum ersten Mal eine Kooperation zwischen dem Filmfest und der Bremer Veranstaltung "Die große Musikvideoshow" statt. Die Gewinner der Show dürfen auf dem Festival auftreten. Seit 14 Jahren konkurrieren bei der Veranstaltung im Modernes junge und altgediente Filmemacher einmal im Jahr um die Gunsten des Publikums. Die Zuschauer entscheiden per Abstimmung, welche Musikvideos die ersten drei Plätze belegen sollen. Wer den ersten Platz erringt, bekommt die "Goldene Wurst". Eine Vorauswahl aus allen Einsendungen wird von einer Fachjury getroffen. Einige Änderungen könnte es demnächst jedoch geben: Gründer und Organisator Stevie Schulze hat kürzlich bekannt gegeben, dass er nächstes Jahr die Musikvideoshow nicht mehr betreuen wird.

Der Gründer und Organisator der bremer Musikvideoshow, Stevie Schulze im Interview. Im Hintergrund eine Bühne und viele Sitzplätze. Auf einer Leinwand sind die Worte "Die Große Musikvideo Show".

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  • Serena Bilanceri

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 19. September 2019, 19:30 Uhr